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Celle Stadt Celler Ideenwerkstatt bündelt ehrenamtliches Engagement
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Ideenwerkstatt bündelt ehrenamtliches Engagement
16:55 18.09.2016
Heidi Bente und Jan Krosch von der Ehrenamtlichenagentur Kellu haben bei der Ideenwerkstatt Anregungen an einer Pinnwand gesammelt. Quelle: Jonas Peisker
Celle Stadt

Manche Teilnehmer waren gekommen, um ihre Ideen einzubringen, andere, um sich Anregungen zu holen. In ungezwungener Atmosphäre soll die Ideenwerkstatt interessierten und engagierten Bürgern ein Forum für gegenseitigen Austausch geben.

„Wir glauben, dass es in Celle viele Menschen mit sehr ähnlichen Ideen gibt, die allerdings nicht voneinander wissen. Die Ideenwerkstatt versucht, diese gleich gesinnten Menschen zu vernetzen, sodass sie gemeinsam ihre Projekte in die Tat umsetzen können“, sagt Jan Krosch von „Kellu“. Die vorgeschlagenen Themen bezogen sich unter anderem auf genossenschaftliches Wirtschaften, fairen Handel und Hilfe für Flüchtlinge bei Wohnungssuche und Deutschlernen. Trotz der unterschiedlichen Perspektiven fanden sich große Schnittmengen in den Anliegen der Teilnehmer der Werkstatt, die anschließend in zwei Gruppen diskutiert wurden.

Die Ideenwerkstatt fand im Rahmen der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“statt, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht. Gauck hatte bereits in seiner Antrittsrede betont: „Wem Teilhabe möglich ist und wer ohne Not auf sie verzichtet, der vergibt eine der schönsten und größten Möglichkeiten des menschlichen Daseins: Verantwortung zu leben.“ „Kellu“ ist eine 1999 von der Stadt Celle ins Leben gerufene Initiative, die zum Ziel hat ehrenamtliches Engagement zu unterstützen und zu vernetzen. Ihr Name bezieht sich auf Anfänge der Stadt Celle. Dazu passt diese Werkstatt gut; es ist ein Ort, an dem neue Projekte begonnen und Initiativen gegründet werden können.

Schließlich stellten die zwei Gruppen die Ergebnisse ihrer Diskussionen unter den Überschriften „Global denken – lokal handeln“ und „Flüchtlingshilfe“ vor. Heidi Bente, Leiterin der Freiwilligenagentur sagt: „Menschen, die eine Idee mit sich herumtragen, bietet die Ideenwerkstatt eine Basis für eine Organisation der Vorhaben.“ Das schien bei der ersten Veranstaltung bereits gut zu gelingen. Die Herausforderung der Ideenwerkstatt besteht darin, keine Strukturen zu doppeln, sondern neue Projekte mit bereits bestehenden zu vernetzen. In zwei Monaten findet eine zweite Ideenwerkstatt statt: Man darf gespannt sein, was bis dahin aus den Ideen geworden ist.

Von Jonas Peisker