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Celle Stadt Celler Initiative feiert: Leckerbissen für Jazzfreunde
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Initiative feiert: Leckerbissen für Jazzfreunde
21:56 18.09.2016
Die Hannoveraner Jazz Bigband „Fette Hupe“ gab zusammen mit Jazzposaunist Klaus Heidenreich (stehend) ein Konzert im Forum des Schulzentrums Burgstraße. Quelle: Peter Bierschwale
Celle Stadt

Der Konzerttermin war bereits Ende letzten Jahres festgelegt worden. Da war der Termin für das Stadtfest Celle noch nicht bekannt. Als der dann feststand, ließ er sich angesichts der vielen Beteiligten nicht mehr verlegen, und so machte das Stadtfest diesem „Sonderkonzert“, wie es Rudolf Markfort bei seiner Begrüßung nannte, die Zuschauer abspenstig.

Die „Fette Hupe“ gilt mit ihren 17 Musikern als eine der besten Jazz-Bands Norddeutschland, und das stellte sie in der Burgstraße unter Beweis. Unter der Leitung von Jörn Marcussen-Wulff spielte die Band traditionelle, aber auch moderne Big-Band-Musik sowie eigene Kompositionen. Schon bei den ersten Stücken, einer japanischem und einer brasilianischen Komposition, ließ die Band ihre Stärken hören: gut abgestimmte Arrangements, hohe Musikalität und anspruchsvolle Soli. Besonders auffällig waren natürlich die 13 Bläser des Ensembles, die für einen klasse Sound sorgten.

„Fette Hupe features Klaus Heidenreich“, lautete der Titel des Konzerts, und das geschah dann in der zweiten Konzerthälfte, als Jazzposaunist Heidenreich als Solist mitspielte. Heidenreich begann seine musikalische Karriere in Celle und ging aus der NJIC hervor. Seit vielen Jahren ist er Mitglied der NDR-Bigband.

Die Musiker spielten nun hauptsächlich Eigenkompositionen von Jörn Marcussen-Wulff und Klaus Heidenreich. Es begann mit dem abwechslungsreichen Stück „Busy Times“ von Marcussen-Wulff. Da wechselten sich schleppende Rhythmen ab mit Klängen, wie sie in Katastrophenfilmen zu hören sind, um dann unisono abzuschließen. Er habe mit dieser Komposition „sein Studium abbilden“ wollen, erklärte Marcussen-Wulff vergnügt.

Zum Abschluss erklang dann noch „Nachtfahrt“, ein Stück, das Heidenreich sich und seiner Posaune auf den Leib geschrieben hatte. Da konnte er noch einmal mit anspruchsvollen Läufen glänzen, und manche Passagen besaßen sogar eine stilistische Nähe zu klassischer Musik.

Von Peter Bierschwale