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Celle Stadt Celler Jugendclub ist Vorreiter bei Integrationsarbeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Jugendclub ist Vorreiter bei Integrationsarbeit
14:39 10.05.2018
Im Jugendclub Celle werden zahlreiche Aktivitäten angeboten, dazu gehört Malunterricht für Kinder. Quelle: Christina Matthies
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NEUENHÄUSEN. Zum Angebot des Jugendclubs gehören Sprach- und Sozialtraining, EDV-Kurse, Ausbildungsplatzsuche sowie Nachhilfe für Schüler. Wer mag, kann auch an verschiedenen Musik- und Tanzgruppen teilnehmen, sich handwerklich betätigen oder Sport treiben.

„Junge Menschen aus etwa 20 Ländern kommen regelmäßig hierher“, erzählt Schäfer. Konflikte gebe es dabei so gut wie keine. „Ich achte darauf, dass die Mitglieder in den einzelnen Gruppen möglichst aus unterschiedlichen Nationen stammen, dann läuft das schon.“ Es sei ihm ein Anliegen, die Jugendlichen von der Straße hereinzuholen. „Damit sie keinen Blödsinn machen“, sagt er. „Ich nehme mir viel Zeit, um mit ihnen zu reden. Meine Tür steht immer offen.“

Die Integrationsarbeit des Jugendclubs Bahnhofstraße ist vorbildlich: 2008 gewann das Projekt den bundesweiten Wettbewerb „Teilhabe und Integration von Migranten durch bürgerschaftliches Engagement“ der Stiftung Bürger für Bürger. Um den "Jugend-, Freizeit- und Kunst-Club Celler Land" überhaupt auf die Beine stellen zu können, hatten Jugendliche nämlich gemeinsam mit Schäfer ein von der Stadt Celle zur Verfügung gestelltes verfallenes Kino in Eigenregie saniert, gebrauchte Computer organisiert und freiwillige Helfer für die Leitung der Kurse geworben.

„Als wir den Jugendclub aufgebaut haben, hatten wir nicht viel Geld“, erinnert sich Schäfer. „Ich habe mein Werkzeug von zuhause mitgebracht, wir haben Sperrmüll für die Einrichtung gesammelt – wir haben aus nichts etwas gemacht.“ Viele der Jugendlichen, mit denen er damals zusammengearbeitet habe, seien inzwischen erwachsen und würden jetzt selber ihre Kinder bringen. „Etliche übernehmen als Ehrenamtliche sogar selbst eine Gruppe.“

Alle Angebote des gemeinnützigen Vereins sind kostenlos: Ohne ehrenamtliche Helfer müssten viele Kurse gestrichen werden, betont Schäfer, der als einzige hauptamtliche Kraft im Jugendclub arbeitet. „Ich bin Sozialpädagoge, Lehrer, Hausmeister und Reinigungskraft in einem.“

Von Christina Matthies

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