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Celle Stadt Celler Jugendliche geben Tipps zu Weihnachtsgeschenken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Jugendliche geben Tipps zu Weihnachtsgeschenken
16:58 10.12.2013
Die Kaufhäuser sind voll, der Sturm auf Weihnachtsgeschenke hat längst begonnen. Auch für viele Jugendliche stellt sich die Frage: "Was schenke ich meinen Lieben zum Fest?" Quelle: Wolfgang Kumm
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„Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben“: In nicht einmal zwei Wochen ist Heiligabend und wie jedes Jahr stellt man sich die Frage „Was schenke ich wem?“ Weihnachtsgeschenke sind auch bei den Jugendlichen ein heiß diskutiertes Thema. Befindet man sich in der Ausbildung oder im Studium, ist das Budget oftmals nicht so hoch, wie mancher es sich wünschen würde. Daher ist Kreativität und Einfallsreichtum gefragt, damit alle Familienmitglieder und Freunde, die beschenkt werden sollen, am Weihnachtsabend das entsprechende Geschenk unter dem Tannenbaum vorfinden.

Viele Jugendliche haben einen festen Betrag für ihre Weihnachtsgeschenke eingeplant. Der Partner ist dabei oftmals am wichtigsten: „Für meinen Freund habe ich ein Budget von etwa 50 Euro eingeplant, aber das ist mal mehr, mal weniger. Meiner Familie schenke ich immer Sachen im Wert von 10 bis 20 Euro, mehr aber nicht, da ich drei Geschwister habe“, sagt Annalena Lange (19) aus Celle. Ihre beiden besten Freunde bekommen ebenfalls ein Weihnachtsgeschenk. Mit denen sei das Schenken sowie das entsprechende Budget auch abgesprochen, erklärt Lange.

Gerade das Besorgen der Weihnachtsgeschenke kann schon mal stressig werden. Das weiß auch Lange: „Das Geschenk für meinen Freund muss ich noch fertig basteln. Die Hälfte der Geschenke habe ich noch nicht – die Ideen aber schon.“ Einige der Geschenke kauft sie direkt, manche bestellt sie und weitere bastelt sie selbst – so auch die Weihnachtskarten. Sie fände es super, Geschenke selbst zu basteln: „Man braucht zwar viel Zeit, dafür kommen die Geschenke von Herzen.“ Manchmal verschenke sie auch selbst gebackene Kekse, so Lange weiter.

Viele kaufen ihre Geschenke mittlerweile überwiegend über das Internet, um dem Weihnachtsstress in überfüllten Geschäften zu entgehen. Bei Sandra Bernhardt (21) aus Winsen ist das anders: „Die Geschenke werden nicht online gekauft. Ich will sie sehen und dann auch sofort haben.“ Vom Basteln hält sie dagegen weniger: „Karten bastele ich manchmal selbst, mehr aber auch nicht. Das ist den Kleineren in der Familie vorbehalten.“ In ihrem Freundeskreis sind alle so verblieben, sich nichts zu Weihnachten zu schenken: „Dafür machen wir aber Schrottwichteln. Mein Freund bekommt natürlich ein Geschenk. Nur was geschenkt wird, bleibt immer eine Überraschung.“

Manch einer verzweifelt bereits an der Frage, was er denn schenken könnte. Die Bandbreite der möglichen Weihnachtsgeschenke ist nahezu unendlich. „Meiner Familie schenke ich Bücher, Filme, alles was ich während des Jahres an Ideen gesammelt habe“, so Lange. Von Fotocollagen über Bücher und Kalender sowie gemeinsame Aktivitäten ist alles dabei.

Wer absolut ideenlos ist: das Internet hilft. So gibt es spezielle Geschenke-Suchmaschinen wie www.danato.com oder www.weihnachtsgeschenke.org. Hier haben Aushilfs-Weihnachtsmänner eine ganze Reihe von Optionen wie Hobby, Stimmung, Thema und Alter des Beschenkten, damit die Webseite letztendlich das optimale Weihnachtsgeschenk vorschlägt.

Egal, worum es sich bei den Geschenken handelt: Wichtig ist der symbolische Wert. Weihnachten ist und bleibt das Fest der Liebe, zu dem man an die wichtigen Menschen in seinem Leben denkt. Dabei kommt es nicht auf den materiellen Wert des Geschenkes an, sondern um den Gedanken an den jeweiligen Menschen.

Auch wenn Weihnachten durch die Medien immer mehr zu einem kommerziellen Ereignis wird, so ist die zwischenmenschliche Bedeutung des Festes für die meisten Jugendlichen von größerer Bedeutung. Die meisten verlassen sich dabei auf ihre innere Stimme. So auch Sandra Bernhardt: „Ich kaufe Geschenke immer nach Gefühl und nicht nach Preis.“

Von Stefanie Franke