Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler Kirchenkreis hat zwei neue Fundraiser
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Kirchenkreis hat zwei neue Fundraiser
17:20 08.03.2017
Von Simon Ziegler
Kirchengemeinden unterstützen, um Fördermittel kümmern, Stiftungen betreuen: Das sind einige der Aufgaben von Nina Hollung und Harald Schilbock. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Beim Fundraising geht es nicht nur darum, Geld einzutreiben, betont Schilbock. Die Fachleute verstehen darunter auch, „Zeitspenden und ehrenamtliches Engagement“ zu fördern. Grundsätzlich geht es darum, Mittel zu beschaffen, um die Ziele des Kirchenkreises zu erreichen. „Fundraising ist dann gut, wenn es der Geber gerne tut“, sagt Schilbock.

Er ist gelernter Fleischer, sitzt im Kirchenvorstand in Nienhagen und war die vergangenen 25 Jahre viel mit praktischem Fundraising beschäftigt, wie er sagt. Seine Kollegin Nina Hollung hat die Fundraising-Akademie in Frankfurt besucht. „In Fundraising steckt auch 'Fun' drin. Es macht Spaß, ein Projekt zu finanzieren“, betont sie.

Konkret wollen die beiden Fundraiser, die für die Kirchenkreise Celle und Soltau zuständig sind, die überlasteten Pfarrämter in den Gemeinden unterstützen – zum Beispiel beim Akquirieren des freiwilligen Kirchgelds. Auch das Thema Fördermittel spielt eine große Rolle. Das "Know how" sammelt sich bei den Fundraisern, sie haben den Überblick, welche Töpfe für ein bestimmtes Projekt angezapft werden können – und geben dieses Wissen an die Pfarrämter und Pastoren vor Ort weiter. Auch die vier Stiftungen – Stadtkirche, Neuenhäusen, Klein Hehlen und Nienhagen – werden von den Fundraisern betreut. Hollung und Schilbock wollen beispielsweise auch das Spendenprojekt "zuGabe" des Kirchenkreises fortsetzen, das seit knapp einem Jahr besteht. Bei der Aktion rückt die Diakonie die Qualität der Betreuung in den Mittelpunkt. "zuGabe" bedeutet, dass die Pfleger pro Woche für jeden Bewohner 15 Minuten mehr für das persönliche Gespräch aufbringen.

Der Staat ziehe sich aus immer mehr Feldern zurück, daher seien vermehrt Initiativen nötig, die finanziert werden müssten, umreißt Kirchenkreis-Sprecher Uwe Schmidt-Seffers die Herausforderung des Fundraisings. Dabei dürfe man es aber nicht übertreiben, sagt er selbstkritisch. Kirche dürfe nicht als Eintreiber von Geldern wahrgenommen werden.