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Celle Stadt Celler Klavierschüler überzeugen mit ihrem Können
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Klavierschüler überzeugen mit ihrem Können
00:09 28.02.2018
Anika Böker war die jüngste Teilnehmerin des Klavierklassen-Konzertes der CJD-Musikschule. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Das Christliche Jugenddorf (CJD) Celle hatte zu einem vom Jazz geküssten Klavierklassen-Konzert der Musikpädagoginnen Ekaterina Karmanova-Beyer und Nina Karsten in den Beckmannsaal eingeladen. Statt traditioneller Klassik gab es swingenden Ragtime, Boogie und Blues.

Mia Müller-Arnke bewies mit „Sneaky Business“ ein gutes Rhythmusgefühl. Und Rosalie Griffel hatte alle Hände voll zu tun, zwischen den Fingersätzen des „Fünf Tanten Boogies“. Vierhändig, von ihrer Lehrerin begleitet, galt es flott von den Tasten zu wechseln, zu klatschen und zu stampfen. Philipp Diemke ließ in seiner entschleunigten Boogievariante von „Ol’ Rockin’ Chair Blues“ den Stuhl am Ende, zum Vergnügen der Zuhörer, klangmalerisch tatsächlich zusammenbre-chen.

In die Vollen griffen anschließend Maria Langenbach und Lisa Simon vierhändig zum Ragtime „Ice Cream“ – wie gut das Duo aufeinander eingespielt ist, hatten die beiden bereits in Wettbewerb „Jugend musiziert“ bewiesen und einen ersten Preis erreicht. Mit einem Blues kühlte Kleopatra Horn anschließend wieder die Celler Gemüter. Das Publikum genoss sichtlich diesen Wechsel zwischen wildem Mitwippen und sanftem Wiegen. Ein bisschen nach alter Stummfilmbegleitung klang bei Sophia Awerbuch das „Kapitän Wrungels Liedchen“. Alexander Muschard dagegen fing sehr gekonnt die Tristesse der „Melan-choly Reflections“ mit seinem Spiel ein.

Ein moderneres, im Takt schwieriges Stück hatte sich Svea Klein mit „Very early“ ausgesucht – und hat es gut gemeistert. Mit „Take Five“ schloss sich Tim Tünge in ausgezeichnetem Gefühl für Rhythmus und Triller dem hohen Leistungslevel an. Alina Dratschjonas Version von „The Kiebitz“ ließ viele im Publikum wiedererkennend lächeln – ebenso wie der Ragtime „The Easy Winner“, gespielt von Maike Paasch, und der Rag-Walzer „Bethena“, gespielt von Emily Karsten – beides Stücke aus der Feder von Scott Joplin.

Der grandiose Schlussakkord war schließlich dem achtzehnjährigen Luca Walendy überlassen, der sich mutig und wunderbar meisternd an Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“ getraut hat.

Punkt, Satz und Sieg für einen Stolz machenden Überblick auf Gelehrtes und Gelerntes.

Von Doris Hennies

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