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Celle Stadt Celler Kochstudio stimmt auf "Ölfieber" ein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Kochstudio stimmt auf "Ölfieber" ein
15:08 26.04.2018
"Wissen die Celler von der Bedeutung der Erdölförderung für die Region?", wurde im Malersaal diskutiert. Quelle: Birgit Stephani
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20 Gramm Sardellenfilets in Öl und fünf Esslöffel Olivenöl gehören neben vielen anderen Dingen in den Kochtopf, wenn man Spaghetti alla Puttanesca zubereitet. Genauso wie es an diesem Abend Moritz Bastam (Beleuchtung), Dirk Böther (Schauspieler), Eike Brand (Regieassistenz) und Fabian Engelke (Marketing) taten. Doch sie kochten nicht in der heimischen Küche, sondern direkt im Malersaal des Schlosstheaters, und das auch noch, während sich Andrea Hoffmann und Mona vom Dahl mit Stephan Lugert (Leiter des Erölmuseums) und Udo Grossmann (Leiter der Bohrmeisterschule) über das Thema Öl unterhielten.

Die wichtigste Frage des Abends lautete sicher: "Wissen die Celler von der Bedeutung der Erdölförderung für die Region?" Zumindest die interessierten Gäste waren sich dieser Tatsache bewusst. Doch vielen dürfte unbekannt sein, dass Celle auch heute noch das Mekka der deutschen Erdölindustrie ist. Woran das liegen könnte, dafür hatte Lugert eine Erklärung. Als Museumsleiter weiß er erst einmal, dass kaum Schulen aus Stadt und Landkreis in das Wietzer Erölmuseum kommen. Aber auch rein optisch ist die Region nicht durch die Förderung und Forschung geprägt. Dieses sei beispielsweise in seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, ganz anders. Dort ist der Bergbau für jedermann.

Das Schicksal, nicht übermäßig in der Öffentlichkeit präsent zu sein, hat auch die Bohrmeisterschule. Das Hauptproblem aus der Sicht von Grossmann: "Die Erdölförderung war nie kulturbildend, denn vieles der Förderung war und ist nicht zu sehen". Außerdem sei die Förderung in Wietze bereits in der 1960er Jahren zum Erliegen gekommen. Und doch ist die Region dadurch bis heute geprägt. Diverse Firmen, die weltweit agieren, haben noch heute ihren Stammsitz im beschaulichen Celle. Diese Firmen waren auch an der Katastrophe auf der Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko beteiligt, die durch eine Verquickung unglücklicher Umstände 2010 in Brand geriet und unzählige Todesopfer forderte.

Nicht zur Katastrophe führten an diesem Abend die Kochversuche des Ensembles des Schlosstheaters, sondern zu einem schmackhaften Erlebnis für alle Gäste.

Von Birgit Stephani

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