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Celle Stadt Celler Landwirte hoffen auf fairen Suedlink-Ausgleich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Landwirte hoffen auf fairen Suedlink-Ausgleich
04:15 10.02.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Julian Stratenschulte
Celle Stadt

Genau das hatten die Landwirte immer gefordert, sagt Martin Albers, Geschäftsführer beim Landvolk in Celle. Nachdem die Politik auf Bundesebene langfristige Ausgleichzahlungen für Bauern, die ihr Land für den Bau der Stromtrasse zur Verfügung stellen müssen, bisher immer abgelehnt hat, gibt es jetzt Bewegung. „Die Trasse schädigt nachhaltig den Boden. Kein Eigentümer freut sich, wenn das über seine Fläche geht“, sagt Albers. Also müssten jährliche Ausgleichszahlungen her.

Ab 2025 soll über den Suedlink Strom aus erneuerbaren Energien von der Küste bis nach Bayern fließen. Dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist, zeigen die vielen Proteste entlang der Strecke. Im Landkreis Peine wurde ein Interessenverband gegründet, dem auch Celler beitreten können. Landwirte und Grundbesitzer sind aufgerufen, mit roten Holzkreuzen für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu sorgen. Es geht um einen fairen Ausgleich für die Nutzung von Landflächen für die Stromautobahn. Die Beteiligung der betroffenen Bauern ist neben dem exakten Verlauf für das Erdkabel das große Streitthema beim Suedlink. Um 2018 an einem schnellen Netzausbau festhalten zu können, müsse sich die Politik dringend mit der Forderung nach wiederkehrenden Zahlungen auseinandersetzen, fordert der Landesbauernverband.

Der Netzbetreiber Tennet hatte vor knapp einem Jahr einen Vorschlag für den Verlauf der Stromtrasse vorgelegt. Dieser sieht den Bau von Suedlink durch den Kreis Celle vor. Der Betreiber hat auch einen alternativen Korridor erarbeitet. Seitdem wird geprüft. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Bundesnetzagentur einen Trassenkorridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das Planfeststellungsverfahren sein. Die Pläne sind besonders in Adelheidsdorf umstritten, weil die Trasse mitten durch Großmoor verlaufen könnte.

Unterdessen gab Albers vom Celler Landvolk bekannt, dass ein Verlauf der Stromtrasse im Randbereich des Truppenübungsplatzes Bergen vom Tisch ist. Zahlreiche Politiker und Vertreter von Grundbesitzern hatten gefordert, die Trasse dort zu verlegen, um so wenig wie möglich private Flächen für die Stromautobahn nutzen zu müssen. Es habe aber eine definitive Absage des Verteidigungsministeriums an das Celler Landvolk und die Forstbetriebsgemeinschaft Celler Land gegeben. Begründung: Die Funktionalität des Truppenübungsplatzes wäre durch die Stromtrasse beeinträchtigt.

Beiden Verbänden ist das Schreiben sauer aufgestoßen. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass der Bund sich bei einem Projekt von nationaler Bedeutung so aus der Verantwortung zieht“, sagt Volker Schulte, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft. Das Landvolk will jetzt die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast einschalten, damit „sie sich für die Belange der Bevölkerung im ländlichen Raum einsetzt“, wie Albers sagt.

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