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Celle Stadt Celler Lichtkunstbahnhof vor Vollendung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Lichtkunstbahnhof vor Vollendung
16:58 01.12.2016
Von Gunther Meinrenken
Mit Installationen von Philipp Geist (Bild oben) und Timm Ulrichs ist das Projekt Lichtkunstbahnhof Celle um zwei weitere Werke bereichert worden. Zwei Lichtkunstwerke in der Bahnsteigunterführung und am Ausgang zur Neustadt sollen noch folgen. Quelle: Oliver Knoblich
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Ulrichs, der ebenso wie der zweite Künstler, Philipp Geist, für die Vorstellung der Werke nach Celle gekommen war, lehnt seine Installation an den Ausspruch von Gertrude Stein "Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose" an. "Bei laufender Schrift erwarten die Betrachter eigentlich Reklame. Aber hier wird nichts verkauft. Vielmehr wird der Geist gefordert. Die Abstraktion wird durch Wiederholung und Entleerung weiter auf die Spitze getrieben. Simpler und gleichzeitig komplizierter geht es nicht", gab Ulrichs seinen Denkanstoß wieder.

An der gegenüberliegenden Wand in der Bahnhofshalle finden sich die Fotoarbeiten von Philipp Geist wieder. Er hat alltägliche Motive, manchmal nur Schatten und Reflexionen, fotografiert und diese zu einem abstrakten Bild weiterverarbeitet. Geist freut sich, mit seinen Werken "am innovativen Konzept des Lichtkunstbahnhofs beteiligt zu sein. Es geht bei der Kunst auch immer um die Frage, wie man die Menschen erreicht. Ein Bahnhof bietet da ideale Möglichkeiten".

Simon erklärte bei der Vorstellung der neuen Installationen, zu der auch mit Wolfgang Fragge, Geschäftsführer der SVO, und Stefan Gratzfeld, Vorstandvorsitzender der Sparkasse Celle, sowie Axel Lohöfener, ehemaliger Vorsitzender der Sparkasse Celle, Vertreter der maßgeblichen Sponsoren erschienen waren, dass der Lichtkunstbahnhof Celle im kommenden Jahr vollendet sein könnte. Als weiterer Höhepunkt fehlten nur noch die Vitrinen, die in der Unterführung zu den Bahnsteigen installiert werden sollen, wenn die derzeitigen Bauarbeiten der Bahn beendet sein werden.

Auch der Ausgang des Bahnhofs zur Neustadt soll eine Veränderung erfahren. "Die alte Mauer soll abgerissen und neu aufgebaut werden. Dort ist ein Lichtspiel mit den Buchstaben Celles geplant", erklärte Simon. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, der das Projekt Lichtkunstbahnhof zusammen mit Simon angestoßen hatte, zeigte sich zufrieden, dass das Vorhaben nach nunmehr bald neun Jahren zum Abschluss kommen dürfte. "Ich bin aber sicher, dass Herr Simon uns noch mit vielen Ideen für den Bahnhof beglücken wird."