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Celle Stadt Celler MTV-Halle: Drei Millionen für Sanierung oder Neubau
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler MTV-Halle: Drei Millionen für Sanierung oder Neubau
13:01 09.07.2014
Von Oliver Gatz
Die MTV-Sporthalle am Nordwall ist aus Sicht der Stadt in einem ziemlich schlechten Zustand. Quelle: Gert Neumann (Archiv)
Celle Stadt

Lange hat die Politik drauf gewartet: Jetzt endlich liegen Zahlen darüber vor, was ein Abriss, Teilabriss, und Neubau der MTV-Sporthalle am Nordwall kosten könnte. Das dürfte insbesondere Joachim Falkenhagen (FDP) freuen, der schon vor Jahren auf eine vergleichende Kostenberechnung gedrungen hatte. Der Ratsfraktionschef der Liberalen ist allerdings mittlerweile überzeugt, dass die marode Sportstätte nicht mehr zu retten ist und abgerissen werden muss. Gleichwohl sperrte er sich zuletzt nicht gegen eine Prüfung verschiedener Varianten.

Da der Nordwall für die gegenläufigen Verkehr ausgebaut werden soll, muss die Häuserzeile in Richtung Aller weichen. Betroffen ist davon auch die MTV-Halle, die auch aus Sicht der Stadt in einem ziemlich schlechten Zustand ist. „Der gesamte Gebäudekomplex ist sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen“, heißt es im Neuen Rathaus. Neben erheblichen funktionalen Mängel weise das Bauwerk deutliche bauliche Mängel auf. Die haustechnischen Anlagen müssten teilweise dringend modernisiert werden.

Um die Straßenverbreiterung realisieren zu können, muss mindestens der Kopfbau des Gebäudekomplexes abgerissen werden, teilte die Verwaltung mit. In einer vergleichenden Studie hat sie nun drei Alternativen untersuchen lassen:

Bei der ersten wird der Kopfbau abgerissen und die Nutzflächen an anderer Stelle an der Halle neu gebaut. Halle, Umkleide- und Sanitärtrakt werden saniert und modernisiert. Trotz der erheblichen Investition sei kaum Neubaustandard zu erreichen, heißt es. Im Vergleich zum Neubau müsste mit höheren Folgekosten gerechnet werden. Diese Variante würde mit 3.165.000 Euro zu Buche schlagen.

Lösung zwei: Abriss der gesamten Halle und zweigeschossiger Neubau auf dem erweiterten Grundstück am Nordwall. Neben den Treppen wäre auch ein Aufzug erforderlich. Kostenpunkt: 3.265.000 Euro.

Bei der dritten Alternative - Abriss der Halle und Neubau auf einem anderen Grundstück - wäre eine ebenerdige Anordnung aller Räume möglich. Die Verwaltung favorisiert diese Lösung, da das Gebäude funktionaler und Treppen und Aufzüge nicht erforderlich wären. Hier rechnet die Verwaltung mit 3.240.000 Euro Kosten.

Bei der Studie wurden ein möglicher Grundstückskauf oder - verkauf beziehungsweise Grundstücksnebenkosten nicht eingerechnet. Ebenfalls spielten städtebauliche Ziele oder Aspekte der Sportstättenplanung keine Rolle.

Am heutigen Donnerstag, 10. Juli, befasst sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing mit dem Thema. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratsherrensaal des Alten Rathauses. Weitere Themen: Innenstadtentwicklung und Mitwirkung in der Arbeitsgruppe Deutsche Fachwerkstraße.