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Celle Stadt Celler Mai-Kundgebung: Viel Kritik am Gesundheitssystem
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Mai-Kundgebung: Viel Kritik am Gesundheitssystem
18:02 01.05.2018
Von Simon Ziegler
Die Spaltung in der Arbeitswelt verhindern: Rund 150 Bürger kamen zur Maikundgebung auf die Celler Stechbahn. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Das Thema Pflege wurde am Dienstag groß geschrieben. "Wir kämpfen für die Kranken in unserer Bevölkerung. Es kommt viel zu häufig vor, dass die Kranken nicht ausreichend versorgt werden können", sagte AKH-Krankenschwester und Verdi-Mitglied Marion Wichmann. Sie erinnerte daran, dass in Müden ein Altenheim wegen Personalmangel schließen musste. "Dies zeigt den Anfang vom Ende unserer Altenheime und Krankenhäuser." Jetzt habe Gesundheitsminister Jens Spahn "die große Aufgabe, die seit mehreren Jahren totgeschwiegenen Probleme im Gesundheitssystem zu lösen".

"Stürmische Zeiten" machte Paul Stern, Celler Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus – und hatte dabei neben Pflegenotstand und Arbeitsmarkt auch das unfreundliche Wetter am gestrigen Maifeiertag im Blick. Immerhin kamen rund 150 Bürger zur Kundgebung, in der es neben den großen Pflegethemen um Fachkräftemangel, Leiharbeit und den Mindestlohn ging.

Stern gab sich kämpferisch. Banken und Konzerne müssten besser kontrolliert werden, "wir brauchen eine Umverteilung von oben nach unten". In der Gesellschaft gebe es ein Gefühl des Gerechtigkeitsmangels. "Seit eineinhalb Jahrzehnten werden Niedriglohnbereiche und atypische Beschäftigungsverhältnisse ausgeweitet, in die immer mehr Menschen gedrängt werden. Zahlreiche Jobs sind entstanden, die keine Existenzsicherheit mehr bieten. Leiharbeit breitet sich aus", übte Stern Kritik. "Dies alles wurde von den letzten Regierungen nicht etwa bekämpft, sondern mit der Agenda 2010 massiv unterstützt", so der DGB-Chef, der auch daran erinnerte, dass vor 200 Jahren Karl Marx geboren wurde. "Seine Ideen waren Kompass für Millionen Arbeiter", so Stern.

Markige Worte gab es von Thomas Bruer, Bezirksvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt. "Obwohl die Bauaufträge durch die Decke gehen, wollen die Arbeitgeber in der Tarifrunde unsere Kollegen nur mit lächerlichen Erhöhungen abspeisen", rief er ins Mikrofon. Scheiterten die Schlichtungsgespräche, "gibt es Bambule am Bau, dann schmeißen die Bauleute die Arbeit hin, basta".

Leisere Töne stimmte Pastor Stephan Eimterbäumer vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt an – einem Dienst an der Schnittstelle von Kirche, Wirtschaft und Arbeit. Er sprach sich für eine "kurze Vollzeit für alle" aus. "Danach arbeiten Männer und Frauen im Schnitt 30 bis 32 Stunden. Väter könnten eine stärkere Bindung zu ihren Kindern aufbauen. Paare könnten sich die Haus- und Familienarbeit teilen. Frauen würden zuverlässige Rentenansprüche erwerben. Ich halte das für eine Vision, die zu mehr Gerechtigkeit führt", sagte Eimterbäumer.

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