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Celle Stadt Celler Michbauern denken über Börsen-Engagement nach
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Michbauern denken über Börsen-Engagement nach
17:56 21.12.2017
Von Simon Ziegler
Der Milchpreis schwankt erheblich. Celler Landwirte informierten sich über Instrumente der Risikoabsicherung. Quelle: Carmen Jaspersen
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Feuerriegel berichtete über steigende Milchmengen auf den Märkten. Deshalb sei von einer Trendumkehr beim Milchpreis auszugehen. Für das erste Halbjahr 2018 prognostizierte er einen Preisrückgang. Dieser sei bereits sichtbar, was die Verbraucher etwa durch sinkende Butterpreise merkten.

Zudem informierte der Fachmann über die Möglichkeit, die Erlöse der eigenen Milchproduktion an Warenterminbörsen abzusichern. "Die Preisschwankungen auf dem Milchmarkt machen den Milcherzeugern seit Jahren das Leben schwer. Nach den Erfahrungen der Milchkrise kann das Abfedern dieser Marktschwankungen ein wichtiges Instrument der Risikoabsicherung darstellen", sagte Landvolk-Vorsitzender Jürgen Mente.

Das funktioniert so: Um einen festen Milchpreis für einen bestimmten Zeitraum zu erhalten, muss an den Finanzmärkten Geld eingesetzt werden. Das ist dann sinnvoll, wenn der Landwirt fallende Preise fürchtet. Im Milchmarkt können die Preisschwankungen erheblich ausfallen. Wenn sich Produzenten entscheiden, an den Börsen aktiv zu werden, müssen sie die Märkte intensiv verfolgen. Künftig sind auch Rohmilchkontrakte ab 25.000 Kilogramm möglich. Die Teilnahme an der Warenterminbörse sei jedoch mit einigen Hürden versehen, so dass sich interessierte Landwirte dazu gegebenenfalls mit ihrer Molkerei abstimmen sollten, hieß es.

Laut Mente steckt die Preisabsicherung für Milch noch in den Kinderschuhen. Es sei aber davon auszugehen, dass die Bedeutung stark zunehmen werde. Im Kreis Celle gibt es noch 97 Milchviehhalter. Die Tendenz ist weiter rückläufig. 2010 waren es noch 116 gewesen.