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Celle Stadt Celler Mini-"Uni" soll wachsen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Mini-"Uni" soll wachsen
11:01 20.07.2018
Von Michael Ende
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Der erst Ende 2016 eingeweihte Drilling Simulator Celle (DSC), das Deutsche Zentrum für Hochleistungsbohrtechnik und Automatisierung, platze bereits jetzt aus allen Nähten, so DSL-Leiter Professor Joachim Oppelt jüngst im städtischen Wirtschaftsausschuss. Seit Jahresbeginn gehört der DSC direkt zur Technischen Universität Clausthal, wo er als fünftes Forschungszentrum gezählt wird. An der Celler Mini-Universität arbeiteten regelmäßig Studenten, die hier Masterarbeiten erstellten oder oder Praktika absolvierten, so Oppelt.

Raumnot: Der Auf- und Ausbau des Bohrsimulator-Zentrums sei noch nicht zu Ende, sagte der Professor: „In unserer Vision ist auch geplant, dass wir hier Vorlesungen veranstalten, aber dafür fehlen uns noch die Räumlichkeiten.“ Nötig seien „ein Hörsaal plus ein paar Büros“ – möglichst in einem zweiten Gebäude auf dem Gelände. Auch ein zweiter Bohrstand solle aufgebaut werden. Oppelt: „Es müsste sich nur jemand finden, der das bezahlen will.“ Da man in Celle über den weltweit modernsten Simulator seiner Art verfüge, sei auch die internationale Ausrichtung sinnvoll: „Denkbar wäre der Aufbau eines weltweiten Drilling-Simulations-Netzwerkes mit anderen Universitäten.“

Adressen-Frage: Wie eng der mit 10 Millionen Euro an öffentlichen Geldern errichtete DSC an das unmittelbar benachbarte Unternehmen Baker Hughes angebunden sei, ließ Oppelt, der selbst 33 Jahre für Baker Hughes gearbeitet hat, durchblicken: „Wir sind ja praktische eine Unterabteilung von Baker. Drei Viertel unserer Post wird bei Baker Hughes abgegeben – darunter auch wichtige Teile, die dann dort erst einmal herumliegen, bevor sie bei uns landen.“ Deshalb mache eine eigene Adresse Sinn. Dann läge der DSC nicht mehr an der „Baker-Hughes-Straße 5“ sondern an „An der Universität“. Mit dieser Idee Oppelts will sich der Altenceller Ortsrat im August befassen.

Bernd Zobel (Grüne) sagte, er hoffe auf EU-Gelder für weitere Investitionen in die Einrichtung. „Wir wollen expandieren. Dafür müsste die TU Clausthal einen Antrag stellen“, so Oppelt. Ob man so erneut an die begehrten EU-Gelder komme, wisse er allerdings nicht. Ab dem Jahr 2020 soll der DSC finanziell auf eigenen Füßen stehen.

"Erfolgsgeschichte": Die Landespolitik hat die Erweiterungs-Gedanken im Blick. „Den Drilling Simulator am Standort Celle haben mein ehemaliger Landtagskollege Karl-Heinrich Langspecht und ich mit großer Unterstützung von Celles Bürgermeister Heiko Gevers - damals Abteilungsleiter im niedersächsischen Wissenschaftsministerium – erkämpft“, erinnert sich der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch. Vorausgegangen waren viele Gespräche mit der damaligen niedersächsischen Wissenschaftsministerin und späteren Bundeswissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU). „Dass nun schon nach wenigen Jahren zusätzlicher Raumbedarf besteht, macht diese Mini-Uni in Celle zu einer echten Erfolgsgeschichte. Das weitere Vorgehen könnte so aussehen, dass nun zunächst die TU Clausthal ihre Vorstellungen konkretisiert und wir dann gemeinsam Lösungsansätze für die Finanzierung erarbeiten. Meine ganz persönliche Unterstützung ist selbstverständlich gegeben.“

Rückenwind gibt es auch aus dem Celler Rathaus. „Ich freue mich, dass der Bohrsimulator seit Anfang dieses Jahres als Forschungszentrum direkt der Technische Universität Clausthal zugeordnet ist. Regelmäßig sind Studenten in Celle, die hier ihre Arbeiten schreiben. Dass bereits jetzt Platzmangel herrscht, ist ein gutes Zeichen“, sagt Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU): „Wenn es Überlegungen gibt, den Standort weiter zu entwickeln, dann wird sich auch die Stadt Celle im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen.“ Das bietet die Chance, das „zarte Pflänzchen“ eines Uni-Standortes weiter auszubauen. Nigge: „Mit Augenzwinkern spreche ich schon jetzt gerne von Celle als kleinstem Uni-Standort Deutschlands.“

Die Stadt Celle setzt ab Montag, 23. Juli, ihr jährliches "Programm zur Werterhaltung und Lebensverlängerung" von diversen Straßen fort. Bei diesen Unterhaltungsarbeiten werden sogenannte „dünne Schichten im Kalteinbau“ aufgebracht – keine teure Grundsanierung, sondern lediglich kostengünstiges Flickwerk. Für mehr hat die Stadt kein Geld. Die Arbeiten dauern im Regelfall – je nach Fläche – maximal einen Tag. Sie werden durch Halteverbotschilder angekündigt.

Michael Ende 20.07.2018

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