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Celle Stadt Celler Neubau wo einst Schmiede hämmerten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Neubau wo einst Schmiede hämmerten
08:20 17.03.2017
Von Michael Ende
Celle Stadt

Auf Grundlage der denkmalrechtlichen Genehmigung seien die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Hauptwachen-Areal archäologisch beaufsichtigt worden, erläutert der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer: "Es gab Hinweise, dass dort spätmittelalterliche Eisenverarbeitung stattgefunden hat. Der Bereich lag zu jener Zeit vor den Toren der Stadt, so dass das feuergefährliche Handwerk dort ausgeübt werden konnte. Das wird derzeit untersucht." Auch die weiteren Erdarbeiten würden weiterhin terminlich abgestimmt und durch eine archäologische Fachfirma begleitet.

Ursprünglich wollte der Investor Weser-Wohnbau GmbH & Co. KG aus Bremen die bereits vorhandene Feuerwehr-Tiefgarage komplett in das neue Objekt integrieren. Das habe so aber nicht funktioniert, erläutert Fischer: "Aus statischen und kostentechnischen Gründen konnte die vorhandene Tiefgaragendecke nicht erhalten werden und wurde abgebrochen."Die Wände der alten Tiefgarage sollten jedoch bestehen bleiben und zum Bestandteil des Neubaus werden: "Die Gründung wird bereichsweise für die neuen Lasten verstärkt.Eine erforderliche Überbrückung des Stadtgrabens wird statisch untersucht und gegebenenfalls für höhere Lasten ausgebaut."

Jetzt hat man damit begonnen, die neuen Fundamente zu gründen. "Im Anschluss beginnen voraussichtlich Mitte nächster Woche der Baugrubenaushub und die vorbereitenden Maßnahmen für die Rohbauarbeiten wie zum Beispiel die Grundwasserabsenkung", sagt Fischer. Wenn der erste Teil des Keller-Rohbaus fertiggestellt sei, werde hier Mitte Mai der zweite Kran aufgestellt. Danach gehe es aufwärts. Dabei werde es manchmal auch zu Verkehrsbehinderungen kommen, sagt Fischer: "Die Sperrung der Bergstraße in diesem Bereich, beziehungsweise eine einspurige Verkehrsführung wird für die gesamte Bauzeit bis Mitte 2018 notwendig sein."

Unter dem Namen "Village" will die Weser-Wohnbau ein modernes innerstädtisches Wohn- und Gewerbequartier mit einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern sowie 28 barrierefreien Wohnungen errichten. Das rund 15 Millionen Euro teure Objekt besteht aus zwei Häusern mit Wohnungen in den Obergeschossen und Handelsnutzungen in den Erdgeschossen und soll den gesamten Bergstraßen-Bereich beleben sowie Impulse für die Innenstadt-Entwicklung geben. Nach Angaben des Investors sind bereits 31 Prozent der Wohnungen verkauft. Michael Ende