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Celle Stadt Celler OB-Wahl: Große Enttäuschung bei Amtsinhaber Mende
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler OB-Wahl: Große Enttäuschung bei Amtsinhaber Mende
21:07 25.09.2016
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

Obwohl noch zwei Stimmbezirke auszuzählen waren, gab Mende die Stichwahl verloren. "Es sind zwei Wahlbezirke, die ich auch vor zwei Wochen verloren habe. Ich gratuliere der CDU, ich gratuliere Herrn Nigge. Ich bin noch OB bis Februar 2017. Die Amtsgeschäfte werde ich ordnungsgemäß an ihn übergeben", sagte Mende. Der Applaus seiner Unterstützer wird ihn kaum über die Niederlage hinwegtrösten.

Dabei hatte es lange gut für ihn ausgesehen. Angespannt, aber recht guter Dinge kam Dirk-Ulrich Mende um 18.37 Uhr ins Neue Rathaus, als die Auszählung der Stimmen in vollem Gange war. "Mir geht es gut, ich bin optimistisch. Ich liege von Anbeginn in Führung. Jetzt heißt es abwarten", sagte Mende. Da waren 59 Wahlbezirke ausgezählt, Mende schien auf der Siegerstraße.

Doch das Blatt drehte sich. Um 18.46 Uhr lag erstmals die CDU vorne, die Spannung war kaum auszuhalten. "Ein bisschen Spannung ist ja gut. So viel Spannung hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht", witzelte Mende. Doch er kam nicht mehr auf die Siegerstraße zurück. Als sich Nigges Vorsprung stabilisierte, wurde es stiller und stiller im Rathaus.

"Ich bin natürlich enttäuscht. Alles andere wäre albern", sagte Dirk-Ulrich Mende gegenüber der CZ, als die Sache gelaufen war. Für ihn hat die niedrige Wahlbeteiligung den Ausschlag gegeben. "Wir haben es nicht geschafft, alle unsere Wähler wieder an die Urne zu bringen. Nigge und der CDU ist das besser gelungen", sagte er. Und: "Wir wussten, dass die CDU alles daran setzen wird, den OB-Sitz zurückzugewinnen", so Mende mit Blick auf die "Materialschlacht" des politischen Gegners. Den Abend wollte Mende mit den Genossen ausklingen lassen – eine rauschende Party sollte es nicht werden.

Maximilian Schmidt, Chef des SPD-Unterbezirks Celle, hatte lange im Neuen Rathaus mitgefiebert: "Wir gratulieren Herrn Nigge. Er muss jetzt beweisen, dass er ein Oberbürgermeister für die ganze Stadt wird."