Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler ÖPNV: Alles soll besser werden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler ÖPNV: Alles soll besser werden
18:16 14.11.2014
Von Simon Ziegler
Was CeBus künftig alles anders macht Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Nachdem die CeBus das Vergabeverfahren für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewonnen hatte, wurden am Freitag die Pläne des Busunternehmens ab April 2015 vorgestellt. Es soll auf allen Ebenen erhebliche Verbesserungen geben, versprach Ralf Günzel vom Planungsbüro Proziv. „Für Landkreis und Stadt Celle entsteht ein attraktiveres Verkehrsangebot“, sagte er.

So werde es im Stadtverkehr 39 Prozent und im Kreisgebiet 25 Prozent mehr Leistungen geben. Die deutlichsten Verbesserungen seien auf den Linien Celle-Hambühren und Celle-Nienhagen zu erwarten, wo jeweils ein 30-Minuten-Takt eingeführt wird. Außerdem werden Bergen und Winsen auf einer direkten Linie miteinander verbunden. Auch im Bereich der neuen Gemeinde Südheide seien für die Verbindung von Hermannsburg und Unterlüß starke Verbesserungen zu erwarten. Im Celler Ostkreis wird die Verbindung Lachendorf-Hohne-Ummern gestärkt.

Die deutlichsten Verbesserungen in der Stadt Celle sind für Altenhagen/Bostel, Lachtehausen, Blumlage und Westercelle angekündigt. Es gebe Angebotsverbesserungen in allen Stadtteilen. Insgesamt soll es mehr Verbindungen geben, auf denen im 30-Minuten-Takt gefahren wird. Auch die Samstagsverbindungen würden wesentlich verbessert, hieß es.

Insgesamt versprechen die Planer, dass die sogenannten Haltestellenabfahrten an Schultagen von heute 14.710 auf 20.080 pro Jahr steigen. Ab Auftragsbeginn im April wird ein Fahrzeughöchstalter von 16 Jahren und 750.000 Kilometer Laufleistung zugesichert. Zum Vergleich: Derzeit sind die Busse der CeBus im Schnitt 13 Jahre alt. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben drohen der CeBus Vertragsstrafen. Das Unternehmen wird 24 neue Busse bestellen, sagte Geschäftsführer Jan Behrendt. Zwölf „gut erhaltene“ Fahrzeuge hat das Celler Unternehmen bereits gekauft. Alle Angestellten werden weiter beschäftigt. Darüber hinaus gebe es einen „geringen Bedarf an mehr Personal“, sagte er.

Mit den jetzt vorgestellten Plänen wird der Umfang des ÖPNV-Angebots im Landkreis wieder auf den Stand von 2010 angehoben, hieß es am Freitag. Im Stadtverkehr Celle liege man leicht darüber.

Der Landkreis Celle wird neben den Kosten für die Schülertickets das neue ÖPNV-Angebot künftig mit 2,5 Millionen Euro im Jahr bezuschussen. Bisher waren es nur etwa rund 600.000 Euro. „Die Menschen dürfen sich auf eine Verbesserung in jeder Hinsicht freuen“, sagte Landrat Klaus Wiswe. Zudem erfolge der Anschluss an den Großraumverkehr Hannover. „Das ist ein Meilenstein, ein Kraftakt wie die Schulreform mit der Einführung der Oberschulen“, so Wiswe.