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Celle Stadt Celler Ostumgehung: Fledermaus-Schutz deutschlandweit vorbildlich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Ostumgehung: Fledermaus-Schutz deutschlandweit vorbildlich
17:48 12.06.2018
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich/Montage: CZ
Celle Stadt

"Planfeststellungsänderungsverfahren" – was sich hinter diesem Wortungetüm im Fall des Mittelteils der Ostumgehung zwischen der B214 in Altencelle und der B191 im Norden der Stadt verbirgt, erläuterte Carsten Imm von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) habe 2016 die Straßenplanung generell befürwortet: "Die Richter haben uns gesagt: Ihr habt im Grunde alles richtig gemacht – nur die Sache mit den Fledermäusen, da müsst ihr noch nachlegen." Das habe man getan, sagt Imm. Die jetzt vorgelegte Planung sei von Deutschlands führendem Fledermaus-Experten Jochen Lüttmann erarbeitet worden.

Vier Brücken: Der Fachmann aus Trier habe sämtliche möglichen Fledermaus-Flugrouten entlang der Trasse untersucht und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Tiere durch insgesamt vier „Fledermausbrücken“ über den 5,5 Kilometer langen Umgehungs-Abschnitt gelotst werden müssten, so Imm. Detailliert erläuterte er, warum und wie diese Bauwerke am Apfelweg, nördlich des Finkenherds, am Freitagsgraben sowie am Fasanenweg entstehen sollten. Dass diese Einrichtungen tatsächlich funktionierten und von den Tieren angenommen würden, sei wissenschaftlich belegt, betonte Imm.

Hochwasserschutz: Der langjährige Ostumgehungs-Planer Bernd-Wilhelm Winkelmann, der nach seiner Pensionierung die Straßenbaubehörde nun als Freiberufler berät, erklärte, dass die Erhöhung einiger Hochspannungsmasten nichts mit den Fledermäusen zu tun habe: "Diese Masten müssten ohnehin erhöht werden, damit sie an aktuelle technische Standards hinsichtlich der Stabilität angepasst werden." Auf die Bedenken von Lachtehäuser Bürgern, die sich sorgen, dass durch die neue Straße die Hochwassergefahr steigen würde, entgegnete Winkelmann, dass umfangreiche hydrologische Gutachten bestätigt hätten, dass es keine negativen Auswirkungen geben werde: "Unsere Eingriffe werden durch unsere Ausgleichsmaßnahmen sogar überkompensiert. Das alles hat das Gericht auch längst schon bestätigt – wirklich alles bis auf den Fledermausschutz."

Neue Klagen? Jetzt habe die Planung "Hand und Fuß", resümierte Sönke Zulauf, Fachbereichsleiter Planung der Straßenbaubehörde. Wann denn nun endlich gebaut werde, wollten Altenceller Bürger wissen, die sich ein Ende des täglichen Verkehrschaos vor ihrer Haustür wünschen. "Wenn wir Ende des Jahres Baurecht hätten, könnten wir im nächsten Jahr schon erste Bauarbeiten beginnen", sagte Winkelmann, der von einer Gesamtbauzeit von fünf Jahren ausgeht. Fest stehe noch nichts, so der erfahrene Planer: "Wir haben es nicht in der Hand. Sollte der neue Planfeststellungsbeschluss wieder beklagt werden, kann es sich weiter hinziehen – und Gerichtsverfahren dauern eher lang als kurz."

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