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Celle Stadt Celler Ostumgehung: Sorge um weitere Verzögerung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Ostumgehung: Sorge um weitere Verzögerung
18:54 29.04.2016
Von Gunther Meinrenken
Lkw an der Anschlusstelle der Ostumgehung mit der B 214 machen sich auf in Richtung Innenstadt. Gerade die Blumlage und Altencelle leiden unter dem starken Schwerlastverkehr. Quelle: Benjamin Westhoff
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Jahnke hebt vor allem auf den Schwerlastverkehr ab, der die Nerven der Blumläger strapaziert. Sie fordert daher, dass die "Wartezeit auf das nur Notwendigste beschränkt ist. Eile ist jetzt dringend geboten. Schnellstmöglich müssen die vom Gericht geforderten Nachbesserungen abgearbeitet werden", meint Jahnke und weiß: Selbst wenn im günstigsten Fall im kommenden Jahr die Bagger rollen würden, würde es noch fünf Jahre dauern, bis das Herzstück der Ostumgehung mit Allerquerung bis zur Lüneburger Heerstraße vollendet wäre.

Mit entscheidend für den Baubeginn wird sein, ob die Gegner der Trasse den jetzt von den Planern auszuarbeitenden Schutz der Fledermäuse in einem "ergänzenden Planfeststellungsverfahren" erneut beklagen würden. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende fordert deshalb beide Parteien auf, sich an einen Tisch zu setzen. "Es wäre gut, wenn die Planer von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sich mit dem BUND zusammensetzen, um diesen Punkt abzuarbeiten", meint Mende.

In diesem Sinne hat Celles Oberbürgermeister jetzt Schreiben an das Niedersächsische Verkehrsministerium und den Landesverband des BUND geschickt. "Dass die Straße kommt, ist jetzt klar und dürfte auch dem BUND, den ich als kooperativen Partner erlebt habe, klar sein", so Mende, der die Planer der Trasse auffordert, mögliche Einwendungen in ihre Konzeptionen aufzunehmen, "damit es nicht wieder zu zeitlichen Verzögerungen kommt".

Beim BUND freut man sich über diesen Vorstoß: "Wir müssten das natürlich erst im Vorstand besprechen. Aber dass man auf uns zukommt, werte ich erst einmal als ein positives Zeichen. Das hat es früher noch nie gegeben", sagt Annegret Pfützner von der Celler Kreisgruppe des BUND, die die Ostumgehung beklagt hat.

Bernd-Wilhelm Winkelmann, Projektleiter Ostumgehung bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ist allerdings skeptisch: "Aus dem bisherigen Klageverlauf ist nicht erkennbar, dass eine außergerichtliche Einigung möglich sein könnte, da der BUND in seinem Klagevortrag nicht einzelne Punkte, sondern die Notwendigkeit der gesamten östlichen Umgehung angegriffen hat. Die mündliche Verhandlung beim Oberverwaltungsgericht hat diese Einschätzung eindrucksvoll bestätigt."