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Celle Stadt Celler Polizei macht sich für Familien stark
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Polizei macht sich für Familien stark
16:58 04.02.2010
Von Oliver Gatz
Arbeit und Kinderbetreuung miteinander verknüpfen: In der Polizeiinspektion Celle ist dies jetzt möglich. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

„Mir gefällt’s hier“, freut sich der neunjährige Max Demmig. Im neu eingerichteten Familienzimmer der Polizeiinspektion Celle kann er spielen, in Büchern schmökern, Hausaufgaben am Computer erledigen, CDs hören oder auf dem Sofa entspannen, während sein Papa dort seiner Arbeit nachgeht. Vater Christian Demmig begrüßt das Angebot. „Meine Frau ist vormittags berufstätig“, berichtet der Polizist aus Celle. „Manchmal dauert es bei ihr länger. Wenn die Schule vorbei ist, kommt Max auf dem Rückweg hier vorbei.“

Den Beamten steht ein Schreibtisch mit Computer zur Verfügung. Dort verfassen sie ihre Berichte oder führen Telefonate. „Vernehmungen finden hier natürlich nicht statt“, betont die stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion, Birgit Thieme.

Das Angebot dient dazu, Kinderbetreuung und Beruf miteinander zu verknüpfen. Der Raum steht aber auch anderen Familienangehörigen offen – etwa wenn bei älteren Leuten ein Arzttermin ansteht. Zu den Umbaukosten macht die Polizei keine Angaben. Der Betrag sei aber gering, da die Beamten viel Eigenleistung erbracht hätten.

Familienfreundlichkeit wird auch bei der Stadt Celle groß geschrieben. Allerdings steht das Eltern-Kind-Büro im Neuen Rathaus derzeit nicht zur Verfügung. Der Grund: Die Einrichtung wechselt im Frühjahr in den Jugend- und Sozialbereich am Helmuth-Hörstmann-Weg 3, in die direkte Nachbarschaft der innerbetrieblichen Kinderbetreuung. „Das macht Sinn, denn damit befinden sich die Kinderbetreuungsmaßnahmen für unsere Beschäftigten geschlossen unter einem Dach“, sagte Stadtsprecherin Myriam Meißner. In der Übergangsphase bleibe das Büro wegen Umbauarbeiten geschlossen.