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Celle Stadt Celler Restaurants halten Spitzenposition
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Restaurants halten Spitzenposition
15:51 19.11.2010
Von Gunther Meinrenken
Florian Loll (links) und Alexander Niemeyer mit der kreierten Vorspeise Quelle: Udo Genth
Celle Stadt

Endtenfang, Allerkrug, Schaper, Palio, Schäferstuben (Müden), Köllners Landhaus, Weinkeller Postmeister von Hinüber sowie der Historische Ratskeller – die Celler Gastronomie ist gut aufgestellt. Nirgendwo in Niedersachsen lässt sich in dieser Dichte so gut essen wie im Landkreis Celle. Das geht aus den renommierten Restaurant-Führern Michelin und Gault Millau hervor, die jetzt erneut erschienen sind.

Fürstenhof-Chef Ingo Schreiber beobachtet die Szene seit Jahren sehr genau. Seine Einschätzung: „Hannover hat aufgeholt, aber wenn man die Spitzenrestaurants mal auf die Einwohnerzahl umlegt, uns noch nicht eingeholt. In der Leistungsbreite ist Celle in ganz Niedersachsen Spitze.“ Ein Sterne-Restaurant gebe es in der Landeshauptstadt noch immer nicht. Im Gegensatz zu Celle, wo der Endtenfang, der zum Fürstenhof gehört, seit 23 Jahren mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wird. „Es gibt nur wenige Restaurants, die über einen so langen Zeitraum ein so hohes Niveau halten. Küchenchef Hans Sobotka macht hier wirklich einen super Job“, lobt Schreiber seinen Spitzenkoch.

Die positive Einschätzung der Celler Gastronomie bezieht Schreiber, der zudem mit dem Palio eine weitere kulinarische Top-Adresse in seinem Verantwortungsbereich hat, auch auf die Bewertung im Restaurant-Führer Gault Millau. Unter den besten 26 Betrieben in Niedersachsen werden vier aus der Region Celle genannt: Endtenfang, Allerkrug, Schäferstuben, Palio. Im Michelin sind zudem neben dem Fürstenhof noch die mit einem Bib-Gourmand ausgezeichneten Betriebe Schaper und ebenfalls Allerkrug und Schäferstuben zu erwähnen.

lAufsteiger: Letztere beiden gehören im Gault Millau übrigens zu den Aufsteigern der Saison, konnten ihre Punktzahl verbessern. Sven Hütten, Patron im Allerkrug freut sich über nun 16 Punkte, liegt damit nur noch einen Punkt hinter dem Endtenfang und hat mit dem Palio gleich gezogen. Ihm attestieren die Tester, „Strömungen der letzten Jahrtausendwende zu interpretieren, ohne sich in avantgardistische Strudel reißen zu lassen“.

Hütten findet seinen Stil damit sehr gut wieder gegeben. „Das ist die Leistung eines ganzen Teams“, stellt er fest. „Das macht uns sehr, sehr stolz.“ Über Jahre habe er auf

die 16 Punkte hingearbeitet. Der jetzige Erfolg sei auch eine Bestätigung für die Gäste.

In der riesigen kulinarischen Diaspora zwischen Celle und Lüneburg sind die dem Niemeyers Romantik Posthotel angeschlossenen Schäferstuben so ziemlich der einzige Lichtblick für Gourmets. Küchenchef Alexander Niemeyer freut sich in diesem Jahr über die Steigerung von 14 auf 15 Punkte. Im Gault Millau heißt es: „Eine ausnehmend gute Küche überrascht mit einem wohlüberlegten Mix aus gefragter Solidität und anspruchsvoller Moderne.“

Die höhere Punktzahl freut Niemeyer. „Wir haben den Willen eine gewisse Steigerung zu erreichen“, fühlt er sich für die Bemühungen jetzt bestätigt. Der Küchenchef betont dabei die gelungene Kombination einer exzellenten Küche mit einem guten Hotel. Im Landhotelbereich, so Niemeyer, sei dies außergewöhnlich.