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Celle Stadt Celler Rettungsleitstelle wird umstrukturiert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Rettungsleitstelle wird umstrukturiert
18:58 07.06.2016
Sven Heine ist einer der Mitarbeiter in der Leitstelle in Celle. Künftig muss er auch Notrufe aus Lüchow-Dannenberg oder Gifhorn abarbeiten.  Quelle: Michael Schäfer
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„Sollte unsere Leitstelle überlastet sein, werden die Anrufe in eine andere Leitstelle umgeleitet“, erklärt Kreisdezernent Michael Cordioli. Dies soll unter anderem in Schwachlastzeiten dazu führen, dass die Leitstellen mit weniger Personal auskommen können. Cordioli betonte aber, dass zunächst kein Abbau geplant sei. „Zum einen muss das System erst mal ausreichend getestet sein, zum anderen haben sich die Einsätze seit dem ersten Personalgutachten erhöht, sodass ich derzeit nicht von einer Reduzierung ausgehe.“

Im Jahr 2008 hatte die Leitstelle laut dem Kreis 26.900 Einsätze zu organisieren, 2011 waren es 31.186 Einsätze und 2015 nunmehr 32.939 Einsätze. Neben dem gestiegenen Einsatzaufkommen seien auch weitere Tätigkeiten zu verzeichnen, die nicht als Einsatz dokumentiert werden. Wie Cordioli sagte, habe besonders die Zahl der Krankentransporte deutlich zugenommen. Dabei geht es zum Beispiel um Menschen, die zur Dialyse gefahren werden müssen. „Wir haben in diesem Bereich die Rückmeldung von der Leitstelle bekommen, dass in einigen stark frequentierten Zeiten bestimmte Stundenzahlen beim Krankentransport fehlen. Hier werden wir jetzt noch einmal genauer hinschauen“, sagte Cordioli. Auch beim Rettungsdienst will der Landkreis laut dem Ersten Kreisrat routinemäßig überprüfen, ob die Kapazitäten angepasst werden müssen.

Das System der kreisweit übergreifenden Leitstellen soll im August für Celle und Uelzen aufgeschaltet werden. Lüchow-Dannenberg und Gifhorn folgen dann Anfang 2017. Seit einem Jahr laufen bereits die Vorarbeiten. Deswegen ist der Kreisrat auch sicher, dass es bei Anrufen aus Celle, die in Lüchow-Dannenberg angenommen werden, trotzdem zu einer Rettungskette ohne Verzögerungen kommt.

„Die Leitstellen in den anderen Landkreisen verfügen über das gleiche Kartenmaterial wie unsere. Wenn sich ein Anrufer meldet, taucht auch gleich der Standort des Anrufers auf, sodass die Leitstelle, wenn auch manchmal mit Nachfragen, präzise Angaben machen kann“, sagt Cordioli. Zum Abfangen von Belastungsspitzen in einer Leitstelle sei das akzeptabel.

Um jetzt die Veränderungen in der Leitstelle und bei den Fallzahlen zu berücksichtigen, soll es ein weiteres Personalgutachten geben. Dieses soll dann klären, wie viele Kapazitäten nötig sind.

Von Tore Harmening