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Celle Stadt Celler SPD-Politiker: Zweiten Ostumgehungs-Abschnitt für LKW sperren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler SPD-Politiker: Zweiten Ostumgehungs-Abschnitt für LKW sperren
16:35 03.04.2013
Von Michael Ende
In diesem Frühjahr soll der zweite Abschnitt der Celler B3-Ostumgehung fertiggestellt werde. SPD-Politiker fordern, die neue Straße für den "Durchgangs-Schwerlastverkehr" zu sperren. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

"Mautflüchtige" Brummis sollen die missliche Situation, die entsteht, wenn die von Süden kommende neue B3-Ostumgehung in Kürze bis auf weiteres an der B 214 in Altencelle endet, nicht noch verschlimmern. Mit diesem Ziel haben jetzt die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt sowie Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende eine Forderung an Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) gerichtet. Die Celler bitten in einem Brief an den Minister darum, nach Fertigstellung des zweiten Abschnitts zwischen Westercelle und Altencelle diesen für den "Durchgangs-Schwerlastverkehr" zu sperren, damit der Celler Innenstadt ein "Verkehrskollaps" erspart bleibe. Zum anderen bitten sie den Minister, die vorrangige Planung und den Bau des fünften Umgehungs-Abschnitts mit der Ortsumgehung Groß Hehlen und deren Anschluss an den Wilhelm-Heinichen-Ring an das Bundesverkehrsministerium zu melden.

Zuvor hatte der Celler CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte mitgeteilt, dass man ihm auf Nachfrage aus dem Bundesverkehrsministerium mitgeteilt habe, dass "ein zeitnaher Baubeginn für den fünften Abschnitt nicht absehbar" sei. Deshalb, so Otte, dürfe man sich auch angesichts der Schwierigkeiten beim beklagten und gerichtlich gestoppten dritten Bauabschnitt mit der Allerquerung nicht "wegducken", sondern müsse sich parteiübergreifend für den Bau des dritten Abschnitts stark machen. "Herr Otte spielt in Sachen Ostumgehung mit dem Feuer", meinen dazu Lühmann und Schmidt: "Er sorgt mit den falschen Fragen für die falschen Antworten - was sich im Ergebnis als negativ für die Region ausweisen könnte."

Die SPD-Politiker weisen darauf hin, dass sich die Landesregierung, an der auch grüne Ostumgehungs-Gegner beteiligt sind, "klar positioniert" habe: "Verkehrsminister Lies hat sich deutlich für die Ostumgehung ausgesprochen und zugesagt, das Verfahren sogar zu beschleunigen, indem von Norden her der Abschnitt fünf geplant wird - noch bevor zum Mittelabschnitt drei das Hauptsacheverfahren vor Gericht beendet ist. " So könnte, falls das Verfahren zum dritten Bauabschnitt "doch länger dauere", schon einmal der fünfte Abschnitt gebaut werden. "Dieses Teilstück allein führt auch schon zu einer Verkehrsentlastung im Norden, und wir würden so trotz Baustopp im Mittelteil die Ostumgehung zügig weiterführen", meint Lühmann, die Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages ist.

"Zur Trassenführung als Ostumgehung und zum Weiterbau hat der Minister ein klares Bekenntnis der Landesregierung abgegeben. Nach schwarz-gelber Untätigkeit ist damit erstmals wieder Bewegung in das Großprojekt gekommen - wir wollen die Ostumgehung endlich umsetzen", so Schmidt. Der Bau des fünften Abschnitts solle vorangetrieben werden: "Wenn Herr Otte jetzt eine Antwort des CSU-Bundesverkehrsministeriums produziert, dass der Bau unabsehbar verschoben werden müsse, ist das schlecht für unsere Region. Nach dem Aus für die Aller-Schleusen wäre es das zweite faule Ei, dass uns im Kreis Celle von der Bundesregierung ins Nest gelegt wird." Michael Ende