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Celle Stadt Celler SPD startet Familienoffensive
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler SPD startet Familienoffensive
18:17 12.05.2015
Von Gunther Meinrenken
Besseres und gesünderes Essen in Grundschulen und Kindergärten ist eine der Forderungen der Celler SPD. Quelle: Jens Büttner
Celle Stadt

Marks und die Fraktionsspitzen um Jürgen Rentsch und Katja Hufschmidt-Bergmann bitten die Stadtverwaltung zu prüfen, inwieweit flexiblere Öffnungszeiten möglich seien. Dazu solle zuerst in einer Abfrage der Bedarf der Familien geklärt werden. "Wichtig ist uns, dass ein solches Angebot die Stadt nicht mehr Geld kosten darf, sondern kostenneutral erfolgen muss. Wir haben allerdings schon die dritte Kraft in den Kindergärten eingeführt. Stadtrat Stephan Kassel hat das schon einmal ein bisschen durchgespielt und ist zuversichtlich, dass es gelingen könnte, ein flexibleres Angebot in den Kindergärten bereit zu stellen", so Marks.

Die Forderung nach einer zeitgemäßen Gestaltung der Kita-Öffnungszeiten sowie dem jüngst vorgestellten Vorstoß für ein besseres und gesünderes Essen in den Grundschulen und Kindertagesstätten sind Teile eines Antragspaketes, mit dem die SPD die Familienfreundlichkeit Celles nachhaltig verbessern möchte. Weitere Themen: Die Etablierung von Stadtteilmüttern und die Entwicklung einer Kindertagesstätte zu einem Familienzentrum.

"In Celle leben Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Um Familien den Start und das Leben in unserer Stadt zu erleichtern, wird die Verwaltung gebeten, die Etablierung von Stadtteilmüttern und -vätern vorrangig in Stadtteilen, in denen ein noch zu ermittelnder Bedarf besteht, voranzutreiben", so Marks. Die "Rucksackmütter" sollten allerdings möglichst an ein bereits bestehendes Stadtteilmanagement angeschlossen werden. Damit kommen im Grunde genommen nur noch Vorwerk, Altencelle und Neustadt/Heese in Betracht.

Marks möchte über die Stadtteilmütter, die selbst oft einen Migrationshintergrund verfügen sollten, die Familien erreichen, "die bisher nicht oder kaum im Sozialraum zu Hause sind, die nicht vertraut sind mit den Möglichkeiten des Bildungssystems". Eine Qualifizierung der Stadtteilmütter könnte über die Volkshochschule erfolgen.

Nach den Vorstellungen der SPD sollen die Kitas eine größere Rolle für das gesamte Quartier spielen. Dazu solle zunächst eine Kita zu einem Familienzentrum ausgebaut werden. "In Hannover läuft das schon ganz lange", so Marks.

Der SPD geht es darum, dem "alltäglichen Austausch der Mütter einen institutionellen Rahmen" zu geben. Neben der Erziehung, Betreuung und Bildung der Kinder sollten Angebote für die gesamte Familien gemacht werden. "Vorstellbar wären etwa Babygruppen, Sprachkurse, Beratungsangebote, Kochkurse oder Gesundheitstipps", schlägt Marks vor.