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Celle Stadt Celler SPD will mehr sozialen Wohnungsbau
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler SPD will mehr sozialen Wohnungsbau
18:38 29.11.2017
Von Michael Ende
Quelle: Christian Thiele
Celle Stadt

Zunächst einmal sei eine Bestandsaufnahme nötig, heißt es im Antrag der Sozialdemokraten. "Die SPD möchte wissen, wie die Situation auf dem Celler Wohnungsmarkt wirklich ist", erläutert Bauausschuss-Vorsitzender Jürgen Rentsch (SPD). "Wir haben beantragt, dass das etwas in die Jahre gekommene Stadtentwicklungskonzept Wohnen aktualisiert wird. Es wurde noch vor der Flüchtlingswelle erarbeitet und enthält folglich wichtige Informationen nicht“.

„Die SPD fordert auch vor dem Hintergrund eine Überarbeitung, dass in Celle verstärkt Wohnungsbau betrieben wird, und in diesem Zusammenhang auch sozialer Wohnungsbau zu betrachten ist“, ergänzt SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Rodenwaldt. Deshalb solle die Fortschreibung des Konzeptes die Empfänger sozialer Hilfen berücksichtigen, um so Hinweise über den erforderlichen Anteil an gefördertem Wohnungsbau zu erhalten.

Nachdem Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) angekündigt hatte, dass auf dem ursprünglich für ein E-Center vorgesehenen Grundstück an der Ecke Wehlstraße/77er Straße nun Wohnungsbau stattfinden solle, hatte Altstadt-Ortsbürgermeister Tim Übermuth (CDU) angeregt, dass das Wohnen dort "bezahlbar" sein sollen – mit einem Mietpreis von bis zu 10 Euro pro Quadratmeter.

In einem aktuellen Antrag fordern die Rats-Grünen eine verbindliche Mindestquote von 30 Prozent für sozialen beziehungsweise geförderten Wohnungsbau bei Neubauvorhaben. Bei der Schaffung neuen Planungsrechts im Wohnungsbau sowie beim Verkauf von städtischen Flächen ab 25 Wohneinheiten oder ab 2200 Quadratmetern Wohnfläche müssten mindestens 30 Prozent der Wohneinheiten im öffentlich geförderten Wohnungsbau errichtet werden.

Die SPD besteht nun zunächst auf einer Aktualisierung des Stadtentwicklungskonzepts Wohnen. „Unser Ziel ist es, Information zu erhalten, bevor weiterer Wohnungsbau in großem Stil, wie etwa auf der Allerinsel oder an der Wehlstraße, begonnen wird", so Rentsch abschließend. „Wir würde es begrüßen, wenn die Überarbeitung auch dazu Hinweise enthalten würde, welche Förderungsmöglichkeiten es für den Wohnungsbau gibt."