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Celle Stadt Celler Schau gibt Gefangenen eine Stimme
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schau gibt Gefangenen eine Stimme
16:53 27.05.2018
Kriegsgefangenschaft wird in der Ausstellung aus vielen Blickwinkeln dargestellt. Quelle: Anke Schlicht
Celle Stadt

Die Veranstaltung im Celler Schloss widmet sich dem unbekannten Thema in theoretischer Form, während auf der Straßenseite gegenüber im Bomann-Museum das praktische Anschauungsmaterial wartet, auf das immer wieder hingewiesen wird. Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück nähert sich von politischer Seite, und die Kuratorin Hilke Langhammer bringt ihren Ansatz der Schau-Gestaltung auch in ihrem Vortrag sehr deutlich zum Ausdruck: „Ich möchte Individualität sichtbar machen.“

Die Referate und Ansprachen werden von kurzen Klavierstücken, die allesamt in den beiden Celler Gefangenenlagern entstanden sind, unterbrochen. Sowohl Rede- wie Musikbeiträge entlocken den Teilnehmern im voll besetzten Saal viel Applaus und scheinen kaum zu übertreffen. Der Höhepunkt wartet tatsächlich ganz am Ende auf die Gäste. Museumsdirektor Jochen Meiners hat schon die Schlussworte gesprochen und zur Besichtigung eingeladen, da treten weitere Redner ans Pult.

Nachkommen der in Celle internierten Gefangenen aus den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Italien und Großbritannien wurden schon zu Beginn willkommen geheißen. Auf der Bühne wird es nun international. „Italienische Gefangene führten deutsche Musik auf“, heißt es auf Italienisch, und der Großneffe eines britischen Inhaftierten sagt: „Mein Onkel ist hier während des Ersten Weltkrieges gut behandelt worden, das war bestimmend für die Art, wie er später im Zweiten Weltkrieg die deutschen Soldaten behandelte.“

Die Statements berühren und atmen den Geist, der die gesamte Schau durchzieht, sie gibt den Gefangenen Stimme und Gesicht.

Von Anke Schlicht

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