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Celle Stadt Celler Schlossberg-Party: Mit Schwung ins kühle Nass
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schlossberg-Party: Mit Schwung ins kühle Nass
23:32 22.06.2016
Es ist bei der Schlossberg-Feier zum Schuljahresende inzwischen Tradition,dass die Jugendlichen sich gegenseitig in den Schlossgraben werfen. Quelle: Benjamin Westhoff
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An Händen und Füßen halten die Freunde Jessica Herrmann fest und werfen sie mit Schwung in den Schlossgraben. Die 17-Jährige macht den Spaß freiwillig bei der Schlossberg-Feier am Mittwoch mit und steigt lachend aus dem Wasser. „Das gehört dazu. Es war eine ganz angenehme Abkühlung“, erzählt die Schülerin des Hermann-Billung-Gymnasiums. Sie ist mit ihren Freunden schon zum dritten Mal bei dem traditionellen Treffen am Schlossberg, das dieses Jahr für etwa 400 Jugendliche ein gelungener Ferienauftakt war.

„Es geht darum, Spaß zu haben und zu feiern“, sagt Jessica. Sie ist nicht die einzige, die ein Bad im Schlossgraben nimmt. Einer nach dem anderen wird von seinen Mitschülern ins kühle Nass geworfen. Viele springen auch freiwillig hinein. Die Schüler, die das Spektakel vom Schlossberg aus genießen, liegen auf dem Rasen und genießen den Nachmittag mit ihren Freunden bei lauter Musik.

Auch Carolin Heydecke und Nina Buhmann feiern das Ende des Schuljahres bei der Schlossberg-Party. Die Schülerinnen des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums freuen sich auf die Ferien. „Wir fahren zusammen ans Meer und in den Harz. Heute feiern wir hier erstmal. Das ist eine schöne Tradition“, sagt Nina.

Die Feier verläuft friedlich. Sebastian Bergau, Einsatzleiter vom Deutschen Roten Kreuz, ist soweit zufrieden: „Bisher herrscht eine gute Stimmung und es ist nichts passiert.“ Ein Teil des Schlossgrabens ist abgesperrt. „Die Steinkante ist zu gefährlich, wenn sie sich ins Wasser werfen“, erklärt Bergau. An der gemauerten Uferkante haben sich Schüler in der Vergangenheit verletzt. Daher habe das Ordnungsamt die Absperrung vorgenommen, teilt Stadtsprecher Wolfgang Fischer mit.

Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort, um rechtzeitig reagieren zu können, falls etwas ausufert. "Es herrschte eine fröhliche Stimmung, die nur zum Ende hin durch eine körperliche Auseinandersetzung etwas getrübt wurde. Darüber hinaus leitete die Polizei fünf Ermittlungsverfahren wegen Betäubungsmittelverstößen ein", teilt Polizeisprecher Thorsten Wallheinke mit. „In diesem Jahr lief es relativ ruhig. Es gab nur kleinere Verletzungen wie Schürfwunden“, sagt Wallheinke. Für vier betrunkene Schüler war die Party schon vorzeitig beendet. Eine 15-Jährige musste wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Von Jessica Poszwa