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Celle Stadt Celler Schlosstheater bietet ein riesiges Angebot und viele neue Köpfe
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schlosstheater bietet ein riesiges Angebot und viele neue Köpfe
14:08 18.05.2018
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Wer sich das äußerst umfangreiche Programm des Theaters anschaut, der wird sich die Augen reiben ob der Menge und Breite dessen, was „die“ Celler Kulturinstitution anbieten möchte. Das Spektrum reicht von Schiller und Goldoni über klassische Autoren des 20. Jahrhunderts wie Kästner, Horvath und Miller, Boulevardstücke und zeitkritische Stücke bis hin zu Theaterprojekten mit Lokalbezug wie einer Polit-Rock-Satire zum Celler Loch oder einer Komödie über eine deutsch-kurdische Band. Döring ist es wichtig, im Lokalbezug die weltgeschichtlichen Vorgänge gespiegelt zu sehen. Darum beginnt die Spielzeit mit einem Abend zu Marlene Dietrich und ihrer Schwester Elisabeth, die in Bergen-Belsen zusammen mit ihrem Mann für das Unterhaltungsprogramm der Wehrmacht und SS sorgte. Der scheidende Chefdramaturg und Programmmacher Ralph Blase, hat dieses Projekt sehr aufwändig vorbereitet. Sein erst relativ spät verpflichteter Nachfolger Matthias Schubert trägt den neuen Spielplan zwar ausdrücklich mit, war aber bei dessen Ausarbeitung noch kaum beteiligt. Insofern kann die Stückwahl noch keine Auskunft geben über eventuell in Zukunft zu erwartende Neuakzentuierungen im Spielplan durch den neuen Mann an der Seite des Intendanten.

Auffallend ist eine große Dichte von komödienartigen Stück im Spielplan. Und insgesamt vier Produktionen der werden Musik einen hohen Stellenwert einräumen. Da ist nicht nur „My Fair Lady“ zu nennen, sondern auch das Eröffnungsstück über die Dietrich-Schwestern, das den jungen Celler Jazzmusiker Moritz Aring auf die Bühne ziehen wird. Die Celler-Loch-Produktion wird den bekannten Musiker Mutz auf die Bühne bringen und auch der deutsch-kurdische Abend wird mit Live-Musik sein.

Beim Blick in das attraktiv gestaltete Spielzeitheft fällt auf, dass relativ viele personelle Wechsel im Ensemble zu verzeichnen sind. Es wird also erst einmal eine beträchtliche Anzahl an Trennungen von Führungskräften und Schauspielern am Celler Haus geben. Neben dem Abgang von Chefdramaturg Blase muss das Haus auch den Weggang von Aline Bosselmann als Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters und diverser profilierter Schauspieler verkraften. Insgesamt sind dafür sechs neue Ensemblemitglieder auf der Bühne zu erwarten.

Für den dienstältesten Celler Schauspieler wird es seine Abschiedssaison als festes Ensemblemitglied: Jürgen Kaczmarek darf als letzte große Rolle die Titelrolle im „Tod eines Handlungsreisenden“ spielen. Bleibt noch zu erwähnen, dass von den Hauptbühnenproduktionen lediglich die Kästner-Komödie „Drei Männer im Schnee“ wieder aufgenommen wird.

Von Reinald Hanke

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