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Celle Stadt Celler Schlosstheater geht auf Besucherwünsche ein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schlosstheater geht auf Besucherwünsche ein
18:14 06.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Gespr ch mit neuem Intendanten D ring. Andreas D ring. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Der typische Abonnent im Schlosstheater ist 66 Jahre alt, hat sein Theater-Abo seit etwa 20 Jahren und möchte gerne seinen festen Sitzplatz behalten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der designierte Intendant Andreas Döring unter den treuesten Besuchern der Celler Bühne initiiert hat. Döring wollte wissen, wer die Menschen sind, statistisch gesehen, "die das Theater aufsuchen". Dies allerdings nicht zum Selbstzweck. Der neue Intendant wollte aus den Ergebnissen das Potenzial für Veränderungen ausloten.

2100 feste Besucher des Schlosstheaters hatte Döring im Oktober vergangenen Jahres angeschrieben. 632 davon haben die Umfrage beantwortet. "Das ist eine hohe Quote, damit ist die Umfrage repräsentativ", freut sich der neue Intendant über die Resonanz. "Unsere hauptsächlichen Besucher sind beruflich angekommen, die Kinder sind schon größer. Es sind Menschen, die etwa mit Mitte 40 wieder anfangen, sich für das kulturelle Leben mehr zu interessieren", liest Döring aus den Zahlen heraus. Jetzt müsse man sich Gedanken machen, wie man diese Menschen für das Schlosstheater begeistern könne.

Ein starkes Motiv für die Umfrage war die Idee Dörings, den Spielraum für mehr Flexibilität im Spielplan auszuloten. Von seinen anfangs hohen Erwartungen ist er im Sinne seiner Stammbesucher nach der Umfrage wieder etwas abgerückt. Es gebe zwar durchaus einige Besucher, die bereit seien, den Abonnenten-Ring zu tauschen, aber nicht so viele, als dass Döring seine Ideen vollständig in die Tat umsetzen könnte. "Ich habe vor, Stücke, die gut laufen, länger anzubieten. Außerdem brauchen wir Freiräume für das Kinder- und Jugendtheater. Nach der Umfrage haben wir es in Einzelabfrage der Abonnenten geschafft, die Abonnentenringe von 18 auf 16 zu reduzieren", so Döring.

Durch weitere Änderungen beim Jugendabo des Landkreises seien weitere Spielräume herausgeschlagen worden. Insgesamt kann Döring nun pro Laufzeit eines Stückes über vier Tage verfügen, an denen er andere Produktionen auf die Bühne bringen kann.

Weitere angedachte Änderungen gehen auf Wünsche der Abonnenten zurück. "Die Platznummern werden leserlich angebracht. Die gastronomischen Angebote werden erweitert", schreibt Döring an die Stammbesucher. Des Weiteren sollen die Preiskategorien "fairer verteilt" werden. Für eine bessere Sicht sollen im ersten Rang auf den Logen-Seiten ein Stuhl in der ersten Reihe entfernt werden. Die restlichen Sitzgelegenheiten können so besser auf die Bühne ausgerichtet werden.