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Celle Stadt Celler Schüler-„EnergyDrive“ kommt bei Züricher Messe gut an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schüler-„EnergyDrive“ kommt bei Züricher Messe gut an
11:23 01.06.2012
Die KAV-Sch¸lerfirma EnergyDrive von links: Nina Wieflner, AndrÈ Schultze, Merle Heins, Jonas Gˆhring, Wienke Stegmann, Jerome Bieler und Lale Schˆning (es fehlt Vivien Wysocki). Quelle: Stefan K¸bler
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CELLE. Die acht Mitglieder der Schülerfirma „EnergyDrive“ des KAV-Gymnasiums haben das Produkt im vergangenen Jahr entwickelt, um sich damit an einer internationalen Messe in Zürich zu bewerben. „Wir wollten etwas zum Thema Klima- und Umweltschutz machen“, sagt die 15-jährige Lale Schöning. „Bei der Jugend sind Handys immer total angesagt und so haben wir beides verbunden.“

Die ersten Teile wurden im Internet bestellt und mit Unterstützung des Physiklehrers die erste Platine zusammengelötet. Celler Fahrrad- und Fernsehgeschäfte griffen der Gruppe zusätzlich unter die Arme, und nach fünf Monaten harter Arbeit hatten die Tüftler ihren ersten funktionierenden Prototypen. „Als wir dann die Zusage für die Messe in Zürich hatten, haben wir nochmal richtig reingehauen und zwei Tage lang durchgelötet“, erzählt Lale.

Mit zehn Geräten und jeder Menge Vorfreude im Gepäck flogen fünf Mitglieder schließlich in die Schweiz. Im Hauptbahnhof Zürich durften sie als eine von 90 Firmen aus 31 Nationen ihre Idee präsentieren. Eine Rückmeldung gibt es bereits. Ein Schweizer möchte die Erfindung demnächst auf seine USA-Reise mitnehmen. „Zürich war unser Ansporn“, sagt Firmenmitglied Jonas Göhring. „Da wollten wir hin. Hätten wir die Zusage nicht bekommen, hätten wir nicht so schnell und so gut gearbeitet.“

Die nächste Station war der Landeswettbewerb in Hannover Anfang Mai. Dort mussten sich die Jugendlichen außerdem als funktionierende Firma beweisen und eine vielseitige Präsentation auf die Beine stellen. Am Ende sprang dabei Platz drei von zehn Teilnehmern heraus. Das Ladegerät musste sich dabei einem Parfum und einem Kinderkochbuch geschlagen geben. Die Gruppe bekam immerhin 100 Euro Preisgeld. „Damit sind wir absolut zufrieden“, sagt Schülerin Wienke Stegmann. „Dass die anderen gewonnen haben, war gerechtfertigt.“

Wie es mit der Firma und ihrem Produkt weitergeht, steht noch nicht fest. Die Unterstützung durch das Deutsche Wirtschaftsinstitut läuft im Sommer aus. Möglich wäre dann eine Firmenführung auf eigene Faust. Doch die acht Nachwuchsentwickler haben sich noch nicht entschieden, ob sie das neben der Schule bewältigen möchten. (skb)

Von Stefan Kübler