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Celle Stadt Celler Schüler auf der Grünen Woche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schüler auf der Grünen Woche
17:00 11.01.2017
Die Schüler der Fachhochschule Hauswirtschaft haben sich auf die Messe in Berlin vorbereitet.  Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

1897 wurde in der Wittinger Straße 76 in Celle die „Stiftung für Mädchenbildung“ gegründet. Später wurde daraus die Landfrauenschule, die sich heute zur Fachschule Hauswirtschaft mit den Schwerpunkten Direktvermarktung und Tourismus entwickelt hat. In den Anfangsjahren bezog sich der Unterricht auf Ernährungslehre und Geflügelkunde, Milchwirtschaftslehre und Handarbeit, wobei vor allem die Käserei eine große Rolle gespielt haben soll. Außerdem wurde ein eigener Garten von den Schülern bewirtschaftet.

Zur Weltausstellung in Hannover wurden im Rahmen des Projektes „Keim Celle Zukunft - Heilen im Dialog“ Flächen für einen Heilpflanzengarten gesucht. Diese Chance wurde genutzt, den Bauerngarten der Landfrauenschule wieder zu kultivieren und so entstand der Heilpflanzengarten Celle. Um den Besuchern ein angenehmes Zusatzangebot zum Verweilen anzubieten, wurden ein schuleigenes Café, das „Café KräuThaer“ und ein „KräuThaer Laden“ gegründet, in denen für die Schüler der Bezug zur Direktvermarktung gegeben sein soll. In der heutigen Zeit ist der Unterricht an der Fachhochschule Hauswirtschaft sehr Projektbezogen. Die Schüler sind an der Planung, Kostenkalkulation und Durchführung von verschiedenen Projekten beteiligt.

Eines dieser Projekte ist die Internationale Grüne Woche Berlin. Diese findet vom 20. Januar bis zum 29. Januar statt. Während der Messe arbeiten die Schüler beim Verein „information.medien.agrar.“ und betreuen die Initiative „Erlebnisbauernhof“ auf der Messe mit. Dabei kümmern sich die Schüler vor allem um den Wissenshof und den Messekindergarten.

Das diesjährige Motto in der Erlebnisbauernhof-Halle der Grünen Woche dreht sich rund um das Thema Frühstück. Die Schüler wollen unter anderem vermitteln, wie Butter entsteht. Dazu sollen Kinder auf der Messe selber Butter herstellen können. Des Weiteren können die Kinder Haferflocken quetschen oder sich am Frischetest von Eiern erproben. Im Messekindergarten können Besucher ihre Kinder von den Schülern betreuen lassen. Dazu haben die Schüler im Vorfeld ein Betreuungsangebot erarbeitet.

Mit der Zeit knüpfte die Fachschule Hauswirtschaft Kontakte zu weiteren Unternehmen. So kam es, dass die Fachschüler nun auch andere Stände der Erlebnisbauernhof-Halle unterstützen. Flexibilität, selbstsicheres Auftreten und verantwortungsvolles Arbeiten sind Tugenden, die für die Schüler an erster Stelle stehen sollen. Außerdem sollen die Fachschüler durch die Arbeit an verschiedenen Ständen unterschiedliche Eindrücke gewinnen und Erfahrungen sammeln.

Darüber hinaus wollen sich die Fachschüler bei der Grünen Woche einer komplett neuen Herausforderung stellen: Die Fachschule Hauswirtschaft wird erstmals in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband (DBV-Service GmbH) das Catering der Erlebnisbauernhof-Halle unter dem Motto „Hofcafé- zu Gast bei Deutschlands Bauern“ übernehmen. „Diese neue Herausforderung nehmen wir natürlich mit viel Freude an“, sagt Magdalena Riebold von der Fachschule Hauswirtschaft.

Im Vorfeld arbeiteten die Schüler mit Michael Lenz, Geschäftsführer der DBV-Service GmbH, zusammen. Unter anderem organisierten sie zusammen mit Lenz ein Probekochen. Dabei wurde das Kochen von Suppen, Salaten und Fleischgerichten ausprobiert, die auf der Grünen Woche den Messebesuchern angeboten werden sollen. Die Speisen wurden nach Optik, Geschmack und der Zubereitungszeit bewertet. Saisonalität und Regionalität spielten bei der Auswahl der Gerichte eine wichtige Rolle, wie die Verantwortlichen der Schule mitteilen.

Auf der Messe sollen die Schüler die Vorbereitung, Zubereitung, das Anrichten und die Speisenausgabe übernehmen. Besucher können zum Beispiel Flammkuchen, „pulled pork“, Ofenkartoffel in verschiedenen Variationen, Kartoffelsuppe oder Bratäpfel probieren, heißt es von Seiten der Schule.