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Celle Stadt Celler Schüler sollen Unternehmer-Denken lernen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schüler sollen Unternehmer-Denken lernen
15:43 04.11.2014
Von Jürgen Poestges
Ein Marketingprojekt der Albrecht-Thaer-Schule im vergangenen Jahr: Duroc-Schweine wurden gezüchtet und das Fleisch vermarktet und verkauft. Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
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Wie funktioniert eine Firma? Wie halte ich den Betrieb am Laufen, wie berechne ich Kosten und Nutzen und wie nutze ich Innovation und eigene Ideen am besten? Unternehmerisches Denken und Handeln schon in der Schule fördern: Das ist das Ziel der Initiative „Unternehmergeist in der Schule“. Unter dem Vorsitz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gehören derzeit 15 verschiedene Initiativen sowie die Verbände Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Zentralverband des Deutschen Handwerks und Bundesverband der Freien Berufe an. Der heimische Bundestagsabgeordnete Hennig Otte (CDU) macht auf dieses Programm aufmerksam, das auch für die hiesigen Schulen von Interesse ist.

Es werden verschiedene Aktivitäten angeboten. Vom Unternehmensbesuch bis hin zur Gründung einer eigenen Schulfirma reicht das Angebot. Es richtet sich nach Schulform und Altersstufe und kann auf freiwilliger Basis entweder unterrichtsbegleitend oder im außerschulischen Bereich wie Projektwochen oder Arbeitsgemeinschaften eingesetzt werden. Werbung und rein kommerzielle Angebote sind ausgeschlossen.

„Junge Menschen sind neugierig, haben tolle Ideen und sind begeisterungsfähig“, sagt Otte. „Sie wollen die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in der Praxis und im eigenen Umfeld kennenlernen. Die Erfahrungen, die sie in diesem Projekt sammeln können, helfen ihnen bestimmt später im Studium oder im Beruf weiter.“

Damit die Lehrer die Projekte „ausprobieren“ und kennenlernen können, bietet das Ministerium für Wirtschaft und Energie am 5. und 6. Dezember in Berlin eine Fort- und Weiterbildung an.

Viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat Burkhard Diercks, Lehrer auf der BBS III Albrecht-Thaer-Schule. Er unterrichtet Marketing. „Und ich habe festgestellt, dass man so etwas wirklich nur lernen kann, wenn man das für eine eigene Firma macht.“ Und so gründen die Schüler eigene Firmen, die vor allen Dingen landwirtschaftliche Produkte vertreiben. In diesem Jahr zum Beispiel gibt es Rind- und Schweinefleisch und Enten, die an die Kunden gebracht werden sollen. „Unsere Erfahrungen sind sehr gut“, sagt Diercks. „Ich kann wohl mit Fug und Recht sagen, dass wir so etwas wie der Vorreiter für diese ganzen Initiativen sind, die es jetzt gibt.“

Außerdem bietet die diesjährige Gründerwoche Deutschland vom 17. bis 23. November eine gute Gelegenheit, mehr über das Thema „Gründen“ zu erfahren. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gruenderwoche.de und www.unternehmergeist-macht-schule.de.