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Celle Stadt Celler Schülerfirma auf Erfolgskurs
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schülerfirma auf Erfolgskurs
16:38 09.05.2011
Brettspiel mit Celler Bezug entwickelt (von links): Malte Pöhland, Marian Knolle, Florian Clasing, Charlotte Mende, Louisa Wegert, Simon Klein, Tim Kluge, Marina Knop und Janet Cronsell. Quelle: Sebastian Thoma
Celle Stadt

Das Erfolgskonzept: ein Brettspiel aus dem historischen Celle. Man startet als Bauer und versucht, durch Aufgaben- und Schicksalsfelder an Taler zu kommen. „Gar nicht so leicht“, stellt der eine oder andere dabei fest. „Die Fragen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen fordern von den Mitspielern ein gutes Allgemeinwissen", erläutert Marian Knolle, Entwickler und Vorstandsvorsitzender der Schülerfirma. Wie viele Bundesländer hat Deutschland? Wann wurde Celle gegründet? Wie hieß der letzte Herzog der Residenzstadt?

Über richtig beantwortete Fragen steigen die Teilnehmer in einen höheren Stand auf, bis in der Mitte des Spielfeldes der Thron erreicht wird. Der erste Spieler, der dort ankommt, gewinnt das Spiel.

Nicht nur die Entwicklung des Spiels forderte den Schülern einiges an Können ab. Schon zu Beginn musste ein Finanzierungskonzept aufgestellt werden. Mit Anteilsscheinen zu je 10 Euro nahmen die Schüler genug Geld ein, um die Arbeit aufzunehmen. „Für das Projekt Junior müssen wir immer eine transparente Kasse führen“, so Simon Klein, zuständig für Finanzen. „Leider reichte das Startkapital nicht komplett zur Kostendeckung. Daher sind wir noch auf der Suche nach Sponsoren, bevor wir mit dem Druck des Spiels beginnen können“, fügte Marketingchefin Louisa Wegert hinzu.

Das Spiel soll schon im Juni in den Verkaufsstart gehen. Alle Informationen und Protokolle von den regelmäßigen Vorstandssitzungen gibt es unter www.herzocker.de. „So halten wir auch die Anteilseigner auf dem Laufenden“, so Knolle. Auf dieser Seite würden später auch Bestellungen für das Spiel entgegengenommen. Demnächst präsentieren die Schüler ihren aktuellen Stand beim Landeswettbewerb zwischen Schülerfirmen. Das Ziel sei es, bis zum Bundeswettbewerb aufzusteigen.

Der betreuende Lehrer Björn Schönfeld brauche sich keine Sorgen zu machen, meinen die Schüler. Das Projekt habe gute Zukunftschancen und ließe sich gut vermarkten. Sollte die Firmenkasse am Ende des Jahres doch in rote Zahlen geraten, so helfe das Juniorprojekt dabei, Schulden auszugleichen. „So müsste das im späteren Leben auch sein“, hofft Mitarbeiter Malte Pöhland.

Von Sebastian Thoma