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Celle Stadt Celler Schulessen soll besser werden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schulessen soll besser werden
10:51 02.05.2015
Von Michael Ende
Quelle: dpa, Jens Büttner
Celle Stadt

CELLE Ein Schultag in Deutschland wird immer länger. Die Essensverpflegung der Kinder und Jugendlichen hat in Ganztagsschulen einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Auch die Betreuung in Krippen und Kindertagesstätten ist nicht mehr nur auf den Vormittag begrenzt. „Unausgewogen, zu viel Fleisch, zu wenig Obst und Gemüse. Oft schmeckt das Essen weder Schülern noch Lehrern. Häufig ist es auch zu kalt, und lauwarmes Essen ist anfällig für Keime.“ Aussagen wie diese tauchen immer wieder in Zeitungs- und Fernsehberichten auf. Die Celler SPD-Stadtrats-Fraktion will nun wissen, ob diese Aussagen auch für das Essen in Celler Schulen und Kindertagesstätten zutreffend sind, und hat dazu einen Antrag gestellt: Die Stadt soll eine Umfrage zur Qualität des Schulessens organisieren.

Fraktionsgeschäftsführerin Katja Hufschmidt-Bergmann hat zu diesem Thema recherchiert. Die Probleme seien längst bekannt, und es fehle am politischen Willen, an Geld und Personal, das schlechte Schulessen zu verbessern, heißt es in Berichten. In diesem Kontext wird häufig das „Göttinger Modell“ als Vorbild für ein Gemeinschaftsverpflegungskonzept genannt. Dort war der Wille da, etwas zu verändern. Der erste Schritt war eine Befragung zur Zufriedenheit von Schülern, Eltern und Lehrern zum Essen. „Genau das ist der Sinn des Antrages. Ist die Verpflegung wirklich so schlecht wie ihr Ruf?“, fragt Hufschmidt-Bergmann.

„Seit längerer Zeit treibt mich das Thema gesunde Schulkost um. Nicht nur als Mutter, sondern auch als Schulausschussvorsitzende suche ich nach Konzepten für unsere Grundschulen, die die Philosophie 'regional, saisonal und frisch' beinhalten und trotzdem bezahlbar sind. Dass es geht, zeigt mir eine Anbieterin aus Hannover, die ich selbst schon besuchte“, so die SPD-Ratsfrau Inga Marks. „Wir brauchen da aussagekräftige Daten. Das heißt für mich, Eltern und Kinder zu befragen, die am Essen teilnehmen, aber auch die, die nicht teilnehmen.“

„Celle ist Vorreiter bei der Einrichtung von Ganztagsgrundschulen und zeigt sich somit als familienfreundliche Stadt. Nach der Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte und Investitionen in die Räume sollte nun der nächste Schritt folgen und auch bei der Verpflegung auf die Qualität geachtet werden“, fordert SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Rentsch. Die Stadt solle den Weg, den sie eingeschlagen habe, weiter fortsetzen: „Nachdem wir uns um die Quantität gekümmert haben, sollten wir uns nun auch auf die Qualität konzentrieren.“