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Celle Stadt Celler Spielplätze im Test
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Spielplätze im Test
13:28 18.08.2010
Wietzenbrucher Spiel- und Bolzplätze im CZ-Test. Hier der Spielplatz Ermlandring. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Insgesamt wurden acht Spielplätze in Wietzenbruch einer kurzen Betrachtung unterzogen, um sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen. Vorweg ist zu sagen, dass sich kein Spielplatz in völlig unnutzbarem Zustand befand, doch man sich bei manchen etwas mehr Pflege gewünscht hätte und man sich bei zwei Plätzen sogar ernsthaft fragte, wie sich die Verantwortlichen dort spielende Kinder vorstellen.

Sehr schön, aber auch noch sehr neu, ist der Spielplatz an der Angerwiese. Er ist nicht nur groß und übersichtlich, er bietet auch eine Vielzahl von Spielgeräten und verfügt als einziger, der getesteten Spielplätze über einen Abfalleimer. Äußerst verwahrlost hingegen wirkt der Platz am Ermlandring. Nur drei verschiedene Geräte stehen hier zur Verfügung und die hölzerne Umrandung der Sandkiste ist stark beschädigt, die Splitter liegen überall im Sand verstreut. Äußerst fragwürdig ist auch die Gestaltung des Spielplatzes am Immenweg. Nicht nur, dass niemand es für nötig befindet, die teilweise recht obszönen Schmierereien an den Geräten zu entfernen, anstelle von Sand wurde Rindenmulch als Fallschutz verwendet. Davon wird abgeraten, da dieser zur Schimmelpilzbildung neigt oder Fungiziede enthalten kann.

Doch das größte Rätsel geben die sogenannten Bolzplätze auf. An der Sudetenstraße wurde der Boden vor den Toren mit Beton geebnet und dann mit Rollsplit überzogen. Blutige Knie und Hände werden da nicht ausbleiben. Im Röthel muss man lange suchen, bis man den kleinen Platz mitten im Wald findet. Hier begnügte man sich offenbar mit dem Aufstellen zweier Tore aus massiven Gittern und vergaß den Ort dann wieder. Unzählige Tannenzapfen und dicke Baumwurzeln lassen auch hier kein ungetrübtes Spielvergnügen zu.

Von Julia Kreikenbohm