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Celle Stadt Celler Stadtbaurat: Nur noch ein Kandidat
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Stadtbaurat: Nur noch ein Kandidat
16:26 14.02.2014
Von Gunther Meinrenken
Die Würfel sind gefallen. Für die Wahl des neuen Stadtbaurats am 27. Februar gibt es nur noch einen Kandidaten. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Dem Auswahlprozess war ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren vorausgegangen, bei dem sich in der ersten Stufe 32 Personen beworben hatten. Unter Einbeziehung der Fraktionsvorsitzenden war davon eine Gruppe von acht Kandidaten in die engere Wahl gezogen worden. Sie hatten die Gelegenheit, sich persönlich einem Auswahlgremium vorzustellen. Mende schlug dann die beiden bis zuletzt verbliebenen Bewerber vor.

Ursprünglich sollten sich diese beiden am Dienstag, 25. Februar, in einer vertraulichen Ratssitzung den Fragen aus den Reihen der Politik stellen. Daraus wird nach der Absage der Bewerberin, die auch keiner Partei angehört, nun nichts mehr. Dafür kommt der verbliebene Kandidat an diesem Tag in den Verwaltungsausschuss. Alle Ratsmitglieder sind dazu allerdings auch eingeladen. Einen Nachrücker wird es nicht geben. Oberbürgermeister Mende: "Ich gehe davon aus, dass die Ratsmitglieder meinen Vorschlag unterstützen werden." Die Wahl findet am 27. Februar statt.

Das dürfte wohl auch so passieren. In den Fraktionen herrscht die nahezu einhellige Meinung vor, dass die beiden verbliebenen Kandidaten deutlich vor den anderen lagen – mit Präferenzen für den einen oder die andere. Was das anonymisierte Bewerbungsverfahren angeht, so gehen die Ansichten allerdings auseinander.

"Von der Anonymität bin ich nicht so überzeugt", sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Falkenhagen. Die Bewerber hätten vielfältige Möglichkeiten, "Signalflaggen zu hissen".

"Jeder ist nur so anonym, wie er sein will", sagte auch Heiko Gevers, Fraktionsvorsitzender der CDU. Auch aus den Angaben der beiden letzten Bewerber habe man im Vorfeld durch relativ geringen Rechercheaufwand herausfinden können, um wen es sich handelt, so Gevers. Zwei Kandidaten hätten sogar explizit auf ihre Zugehörigkeit zur CDU verwiesen - vergebens, die Qualifikation reichte nicht aus. "Eine dieser Personen wies darauf hin, dass sie noch zu Ende studieren müsse", berichtete Gevers.