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Celle Stadt Celler Tierheim geht das Öl aus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Tierheim geht das Öl aus
16:40 01.02.2012
Von Christoph Zimmer
Tierheimleiter Roman Thˆnies und Tierpflegerin Jenny Brandt w‰rmen ihre Sch¸tzlinge mit Decken vor der eisigen K‰lte. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Noch läuft die Heizung in Vorwerk. Die Frage ist: wie lange noch? Denn dem Celler Tierheim droht das Öl auszugehen in diesem sibirischen Winter. Das jedenfalls befürchtet Heidemarie Peters, die Vorsitzende des Celler Tierschutzvereins angesichts der hohen Heizkosten. Bei den extremen Temperaturen verbrauche die Heizung mehr als 100 Liter Öl am Tag, „um die Tierunterkünfte einigermaßen warm zu halten“. Da die Nachfrage in diesem Winter doppelt so hoch ist wie sonst und auch der Ölpreis weiter steigt, „sind unsere Kapazitäten bald erschöpft“, sagt Peters. „Wenn wir keine Spenden für das Tierheim bekommen“, befürchtet Peters, „gehen bald die Heizungen aus“.

Die 2000 Liter Öl, die Peters vor einer knappen Woche bestellt hat, seien bald wieder aufgebraucht. „Vor dem Wochenende werden wir wieder was bestellen müssen“, sagt Peters. Schon jetzt sind die Temperaturen in den Tierunterkünften von 18 auf 14 Grad gesunken. „Für die Tiere“, sagt Peters, „ist die Belastung bei der Kälte sehr groß.“ Vor allem für die kranken Tiere und die, die auf der Quarantänestation sind. Im Celler Tierheim sind mehr als 300 Tiere untergebracht, vor allem Hunde und Katzen. Wolldecken halten sie in ihren Zwingern warm, die Klappen, durch die sie ins Freie gelangen können, sind nachts geschlossen.

Im Dezember 2010 gab es ähnliche Probleme. „Aber diese furchtbare Kälte“, sagt Peters, „ist für uns eine ganz neue Herausforderung.“ Zumal auch die alte Heizung „an ihren Grenzen angekommen“ sei. Glücklicherweise sei den Tieren bislang nichts passiert. „Natürlich hoffen wir, dass das so bleibt.“ Nach dem Kälteeinbruch halten sich die Tiere vor allem in ihren beheizten Zwingern auf. „Sie brauchen einen gut isolierten Rückzugsort bei diesen frostigen Temperaturen.“ Die Hunde werden bei den Minusgraden mehrmals täglich kurz rausgelassen. „In Verbindung mit Nässe setzt auch Hunden die Kälte verstärkt zu.“

Ganz allgemein rät sie Hundebesitzern bei klirrender Kälte und beißendem Wind - vor allem mit kurzhaarigen, alten und kranken Hunden - auf ausgedehnte Spaziergänge zu verzichten. „Wenn der Hund zu zittern anfängt, sollte der Spaziergang auf jeden Fall abgebrochen werden“, sagt Peters. Auch bei Schnee sei Vorsicht geboten. Denn die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Durchfall, Erbrechen und Magen- und Darmerkrankungen führen. Außerdem sollten die Hunde nach einem Spaziergang sorgfältig abgetrocknet und vor Zugluft geschützt werden. Die Pfoten sollten mit lauwarmen Wasser abgespült werden, wenn sie in Kontakt mit Streusalz gekommen sind.

Die Kontodaten des Spendenkontos: Kontonummer 3003001, Bankleitzahl 25750001 bei der Sparkasse Celle. Das Stichwort ist „Öl“. Von dem Geld soll das dringend benötigte Öl für das Tierheim gekauft werden.