Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler Tierheim startet Rudelhaltung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Tierheim startet Rudelhaltung
18:24 16.08.2017
Tierpfleger Sven Grömöller, Vereinschefin Cornelia Hardt und Tierheimleiter Roman Thönies (von links) haben in Vorwerk erste gute Erfahrungswerte bei der Rudelhaltung gesammelt. Sechs Hunde üben gerade das Zusammenleben. Quelle: Jana Fürste
Celle Stadt

Die Idee, die Tiere in Rudeln zu halten, bestehe schon länger, erzählt Vorstandsvorsitzende Cornelia Hardt. „Mit dem neuen Konzept soll vor allem mehr Action in die Anlage gebracht werden.“ Die Haltung solle außerdem Langeweile vorbeugen und die Hundehaltung im Tierheim modernisieren.

Zusammen mit einem Tiertrainer haben die Mitarbeiter in einem zweitägigen ersten Testlauf den Grundstein gelegt. Ein Rudel hat sich bereits gut eingelebt. Es besteht aus fünf kleinen bis mittelgroßen Hunden, welche friedlich auf einer grünen Wiese miteinander spielen.

Ein weiteres Rudel wird noch trainiert. Zu diesem gehören sieben eher größere Hunde. Aus Sicherheitsgründen herrscht hier noch absolute Maulkorb-Pflicht. Außerdem müssen zu jeder Zeit zwei Tierpfleger mit im Auslauf sein, um bei Auseinandersetzungen sofort einschreiten zu können. „Natürlich gibt es schon mal Konflikte“, sagt Hardt. Das gehöre dazu, weil eben auch Problemhunde dabei seien. Die Tierpfleger und Azubis lernen nach und nach, wie sie bei Streitigkeiten einschreiten müssen. Dafür begleiten sie den Tiertrainer, der ihnen die Vorgehensweisen erklärt.

Insgesamt gibt es vier Flächen, auf denen jeweils ein Rudel gehalten werden kann. Außerdem sollen Unterstände gebaut und einige Zwinger erweitert werden. Momentan fehlt jedoch noch das nötige Geld, beim Bau die Vorgaben des Tierschutzes zu erfüllen.

Wer die Rudel im Tierheim in Vorwerk einmal mit eigenen Augen betrachten möchte, der bekommt die Möglichkeit dazu beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 20. August. Von 10.30 bis 17 Uhr gibt es eine Tombola, einen Flohmarkt Info-Stände und vieles mehr.

Von Jana Fürste