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Celle Stadt Celler Weihnachtsmarkt zieht Massen an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Weihnachtsmarkt zieht Massen an
19:35 01.12.2013
Von Andreas Babel
Fehlen eigentlich nur noch der Schnee auf dem Dach und eisige Temperaturen. - Aber auch trotz des Schmuddelwetters war der Celler Weihnachtsmarkt - am ersten Adventssonntag sehr gut besucht. Quelle: Andreas Babel
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Trotz des Schmuddelwetters: Der Celler Weihnachtsmarkt hat am ersten Adventswochenende zigtausende Besucher angelockt. Schon am Sonnabend verbanden zahlreiche Celler und Gäste aus nah und fern den Einkauf in den Innenstadt-Geschäften oder auf dem Wochenmarkt (siehe auch Artikel unten) mit einem Besuch des Marktes auf Stechbahn und Großem Plan.

Und auch am Sonntag erwies sich der Celler Weihnachtsmarkt als wahrer Magnet: Gegen 16 Uhr war rund um die dem mit Tannenbäumen umstandenen Buden-Areal auf der Stechbahn fast kein Durchkommen. Es galt Ellenbogen und Regenschirmspitzen auszuweichen. So mancher schleppte kunstvoll geschnitzte Krippen heim, ließ sich Punsch und Bratwurst schmecken oder einfach nur von den vorweihnachtlichen Klängen eins Posaunenchores auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen.

Am Morgen hatte der Posaunenchor ein Duell mit dem Turmbläser Helmut Lorchheim angestimmt, das allerdings nur von frühen Gottesdienst-Besuchern und Brötchenholern erlebt wurde. Schon mittags war der Schützenplatz mit Autos gut gefüllt. Zu diesem Zeitpunkt waren indes erst sechs Reisebusse dort abgestellt, davon einer aus Skandinavien.

Am späten Nachmittag, als sich die Dunkelheit allmählich über Celles Gassen legte und die Lichter des Marktes erst ihren ganzen Reiz entfalteten, zogen auch viele junge Familien mit Kind und Kegel in die Innenstadt. Auf dem Großen Plan kamen sie mit Kinderwagen noch gut durch, wie auch der Winser Peter Harder, der seine Frau Daniela im Rollstuhl über das holprige Pflaster schob – im Schlepptau die Zwillinge Laura und Lukas. „Wegen der Schule und des Fußballtrainings haben wir nur heute Abend Zeit, mal hier über den Weihnachtsmarkt zu schlendern“, sagte Harder.

Lange Schlangen bildeten sich vor den nahe des Karstadt-Warenhauses gelegenen Schmalzgebäck-Ständen. Auch die Stände auf der Poststraße waren dicht umlagert. Die 1A-Lage der Zöllnerstraße sorgte dafür, dass viele dort an den hell erleuchteten Schaufenstern vorbeischlenderten und sich Anregungen für den Gabentisch holten. Dabei scheint es auch keine zentrale Rolle zu spielen, wo Weihnachtsbeleuchtung zum Schlendern einlädt, denn Schuh- und Neue Straße waren ähnlich wenig belebt wie die erleuchtete Mauernstraße.

„Bleib bei Papa“, sagte ein Familienvater, dessen Sohn sich selbstständig zu machen drohte. Ja, da konnten die Kleinen schon mal stiften gehen in dem Menschenmeer. Das wurde erst gegen 18.30 Uhr kleiner, als siech die Gasen allmählich aber merklich leerten. Für Christian Grabowski war es der erste Weihnachtsmarktbesuch mit Familie. Für ihn war es „viel zu warm“, wie er sagte. An den Punschständen war phasenweise so wenig los, dass das Verkaufspersonal einen Plausch halten konnte. Das wird sich aber sicherlich noch ändern, schließlich ist noch fast vier Wochen lang Marktzeit.

Andreas Babel