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Celle Stadt Celler Weihnachtszirkus: Artisten trainieren schon im Zirkuszelt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Weihnachtszirkus: Artisten trainieren schon im Zirkuszelt
17:43 14.11.2017
Von Dagny Siebke
Quelle: Julian Ray
Celle Stadt

"Wegen der Bauarbeiten auf der Allerinsel wäre es für den Weihnachtszirkus in der Tat zu eng geworden", sagt Köhler. Deswegen hat Circus Belly dieses Jahr seine Zelte an der Braunschweiger Heerstraße aufgeschlagen. In der Vergangenheit habe Köhler dort schon gute Erfahrungen gemacht – zuletzt 2013. Im Gegensatz dazu hat sich der Platz in Wietzenbruch am Alten Kanal vor zwei Jahren in eine Matschwüste verwandelt.

Noch lange vor dem ersten Advent ist der "Weihnachtszirkus" dieses Jahr ungewöhnlich früh dran. "Wir müssen noch einiges vorbereiten", betont Köhler. "Damit wir uns von unserer besten Seite zeigen können, trainieren wir noch einige Artistik- und Tiernummern." Schließlich biete Circus Belly den Cellern Jahr für Jahr ein neues Programm. Dieser Jahreswechsel steht unter dem Motto "Christmas Surprise". Exklusiv für Celle dabei ist das Duo Krymskyi aus der Ukraine, das Handstand-Equilibristik und Luftnummern zeigt sowie "Sarah Luise Schwarz & Sergio" aus Frankreich mit ihrer Hunde- und Schweine-Revue und Akrobatik auf dem Fahrrad. Der Kartenvorverkauf startet am 5. Dezember. Die Zirkus-Stars sind vom 22. Dezember bis 7. Januar in der Manege zu sehen.

Aktuell kommen für Circus Belly noch andere Verpflichtungen hinzu. "Mein Schwiegersohn ist mit seinen Elefanten noch in Italien unterwegs. Das bringt unseren Zeitplan noch etwas durcheinander", erzählt Köhler. Außerdem verrät der Zirkusdirektor, dass Circus Belly überlege, Bedürftigen 200 Freikarten anzubieten. "Es gibt auch in Celle viele Leute, die sich leider keinen Zirkusbesuch leisten können", betont er.

Schimpanse Robby ist schon da: Seitdem er mit 46 Jahren seine künstlerische Ader entdeckt hat, ist Deutschlands letzter Menschenaffe im Zirkus wieder in vielen Medien präsent. Zur Beschäftigung hatte eine Tierärztin aus Bremen Robby Malfarben, Staffelei und Pinsel mitgebracht. Über die Fortschritte des Affen dreht das Sat.1-Team am Freitagnachmittag wieder eine Reportage für das Frühstücksfernsehen.

Robbys Schicksal ist immer noch ungewiss: Der Schimpanse soll nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg in eine Auffangstation Affen gebracht werden. Sein Besitzer Klaus Köhler legte gegen das Urteil im Frühjahr Berufung ein. Bis über diesen Antrag entschieden worden ist, darf Robby bei Circus Belly bleiben, aber nicht mehr auftreten.