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Celle Stadt Celler Weihnachtszirkus: "Kinder haben Tiger vermisst"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Weihnachtszirkus: "Kinder haben Tiger vermisst"
20:55 09.01.2017
Tierschützer vor Belly am 8,01,2017 um 14 Uhr in Gehweg Hafenstraße Celle. Quelle: Alex Sorokin
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Nach den mageren Besucherzahlen am Alten Kanal hat sich der Celler Weihnachtszirkus bei der bereits 16. Auflage wieder über ein gefülltes Zelt gefreut. "Wir sind sehr zufrieden. Im Durchschnitt sind fast 400 Gäste zu jeder Vorstellung gekommen", fasst Zirkusdirektor Klaus Köhler zusammen. "Im vorigen Jahr kamen fast gar keine Gäste nach Wietzenbruch in die Pampa." Es habe sich positiv ausgewirkt, dass Circus Belly wieder auf dem Schützenplatz gastierte. "Da, wo der Zirkus hingehört", so Köhler.

Für den Erfolg habe auch das "flotte Programm" gesorgt, sagt Köhler. Die Star-Artisten aus Brasilien und der Ukraine seien echte Publikumslieblinge gewesen. "Der Jongleur Rogerio Piva hat zu uns gesagt, dass er noch nie so familiär aufgenommen worden sei", erzählt Köhler. Qualitativ sei die Show auch ohne Löwe, Krokodil und Schlange ausgekommen.

Doch viele Kinder hätten in der Manege die Raubtiere vermisst, betont Köhler und ergänzt: "Alle Kinder, aber auch viele Erwachsene haben nach den Tigern gefragt. Wir müssen langfristig sehen, ob sich die Raubtiere als Kostenfaktor noch lohnen." Schließlich verbrauche jedes Tier acht Kilogramm Fleisch am Tag. Schon jetzt mache sich Circus Belly Gedanken über ein neues Programm für die Celler im Dezember.

Die Tierrechtler von der Ariwa Ortsgruppe Celle freuen sich darüber, dass Belly auf die Raubtiere verzichtet hat. "Wir hoffen, dass der nächste Schritt, ganz auf Tiere zu verzichten, bald folgt", so Gesine Otte von Ariwa.

Von Dagny Rößler