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Celle Stadt Celler feiert Geburtstag: Heinrich Albach wird 102
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler feiert Geburtstag: Heinrich Albach wird 102
16:40 23.09.2016
Am Sonntag kommt Heinrich Albachs Familie zum Feiern zusammen. Quelle: Alexander Hänjes
Celle Stadt

Freudig blickt der Jubilar seinem 102. Geburtstag am Sonntag entgegen. „Ein wunderbarer Anlass um die ganze Familie um sich zu vereinen", wie er glücklich sagt. Am Sonntag werden neben seiner Ehefrau auch die beiden Töchter, die vier Enkelkinder und zwei Urenkel nach Celle kommen. "Das ist das größte Geschenk für mich“, freut sich Heinrich Albach.

Aufgewachsen in den Wirren des ersten Weltkrieges, waren die Kindheit und Jugend des gebürtigen Schüttdorfers von Verlust und Armut geprägt. Die Oberschule verließ der junge Mann nach vier Jahren und fing anschließend eine Ausbildung als Chemielaborant an. Als Oberingenieur für Hüttenwesen arbeitete er eine lange Zeit in Essen – im Herzen des Ruhrgebietes. Doch mit 77 Jahren stand für Heinrich Albach noch einmal eine räumlich Veränderung an. Das Ehepaar wechselte das „Revier“ und suchte in der Residenzstadt Celle ein neues Zuhause. Eine mutige Entscheidung, die sie aber bis heute nicht bereuen. „Zu diesem Zeitpunkt lebte unsere Tochter in Celle. Im Alter sucht man wieder die Nähe der Kinder“, ergänzt Albach lachend.

Im Hehlentor-Gebiet fand das Ehepaar auf dem ehemaligen „Lochte“-Gelände ein ansprechendes Baugrundstück. Hier entstand ihr neues Haus, das sie nach ihren persönlichen Bedürfnissen bauen ließen. „Es waren alle in der Nachbarschaft neu, also haben wir uns gegenseitig geholfen.“ So sei eine Gemeinschaft entstanden und gestärkt worden, die bis heute bestehe, freut sich der rüstige Hausherr. „Wir leben immer noch alleine in unserem Haus und haben tolle Nachbarn, die uns unterstützen“, gibt er stolz an. Auch die Tochter aus Bremen käme alle drei Wochen für den großen Wocheneinkauf vorbei, zudem sei auch auf ihre Haushaltshilfe stets Verlass, freut sich Heinrich Albach. Der heimische Garten ist der Rückzugspunkt für den fröhlichen Celler und er erklärt: „Zwar machen die Beine nicht mehr so mit, aber ich gönne mir dort gerne meine Ruhezeit.“