Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler genießen Schlagerspaß mit Stefan Mross
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler genießen Schlagerspaß mit Stefan Mross
19:56 05.02.2015
Stars aus der deutschen Volks- und Schlagermusik bereiteten dem Publikum in der Congress Union einen vergnüglichen Abend. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Runter von der Bühne und ran an die Zuschauerreihen – mit Handschlag, ganz nah, begrüßt der Musikant und Entertainer seine Fans. Da ist nichts zurückgehalten, da gibt es keine Dünkel, keine Allüren, die ersten Sätze machen klar: Wir sind da, um euch mit einem bunten, fröhlichen Programm zu unterhalten, zum Lachen zu bringen und zu erfreuen. Hier darf geklatscht, geschunkelt und mitgesungen werden – dazu muss die willige Phalanx der Zuschauer erst einmal ermutigt werden.

Um das, was an Lebenslust im Publikum schlummert, auch herauszukitzeln, schickt man Anita und Alexandra Hofmann ins Feld. Die beiden Schwestern sind seit vielen Jahren erfolgreich im Musikgeschäft und wissen genau, wie man nicht nur die schon tobenden Fans aus der Reserve lockt. Erst einen Hit, dann die direkte Aufmunterung mitzumachen und schließlich eine persönliche Vorstellung ihres individuellen Könnens. Mit einem Solo aus dem „Phantom der Oper“ beweisen sie Stimme, mit dem rockigen Anreizer „Let´s Have a Party“ zeigen sie Temperament und spätestens während der Vorführung ihres instrumentalen Könnens (die beiden beherrschen zusammen 15 Instrumente) mit Klöppel, Trompete und Saxophon haben sie die Zuschauer im Netz – wer könnte bei „Freude, schöner Götterfunken“ auch ungerührt bleiben?

Als „Balsam für die Seele“ ist Maria Levin angekündigt. Die Schlagersängerin aus Russland mit der schönen Stimme übernimmt und bringt mit „Komm und tanz, als wenn´s kein Morgen gibt“ im Discofox-Rhythmus die Allermeisten zum Mitklatschen. Das "Trio Wolkenfrei", als Newcomer der Szene im Programm, übernimmt im Takt und löst den ersten begeisterten Zwischenbeifall aus – sicher auch, weil die Musiker selbst so ehrlich begeistert wirken. Als gekonnter Entertainer schürt Stefan Mross mit seinem bajuvarischen Akzent, kurzen Comedy-Einlagen und launigen „Stanzeln“ zwischendurch immer weiter die Ausgelassenheit des älteren Celler Publikums.

Als die Gewinnerin des Grand Prix der Volksmusik, Géraldine Olivier, mit „Melodien für euch“ die Bühne betritt, sind alle Zuschauer bereit, sich aktiv am Programm zu beteiligen – zumindest vom Sitz aus. Bei „Seemann, lass das Träumen“ klappt es dann auch endgültig mit dem Mitsingen und die gesamte Arena von rund 800 Menschen wird zum Chor. Zu Lachsalven und -tränen reizt schließlich „Frau Wäber“. Die Kunstfigur von Komödiant Hansy Vogt, als naive Bäuerin im besten Alter, kitzelt noch den Rest von Zurückhaltung heraus, der Saal tobt. Stefan Mross verabschiedet sich mit zwei besinnlicheren Liedern und der Aufmunterung, aus jedem Moment das Beste zu machen: „Meine beste Zeit liegt noch vor mir.“

Von Doris Hennies