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Celle Stadt Celler helfen Familien in Sri Lanka
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler helfen Familien in Sri Lanka
17:47 25.07.2017
Von Dagny Siebke
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Mein Traum: Sri Lanka ist eine wunderbar grüne Insel. Man hat dort alles: Küste, Berge und Seen. Ich liebe die Tiere, die dort leben: Elefanten, Affen und auch die Straßenhunde. Die Menschen dort haben immer ein Lächeln für Fremde übrig, auch wenn sie selbst wenig haben. Sie vermitteln mir eine Ruhe, bei der ich richtig abschalten kann. Die Tsunami-Welle, die Weihnachten 2004 über Südostasien hereinbrach, haben wir damals hautnah miterlebt. Sie hat viele Küstenregionen zerstört, Häuser und Existenzen vernichtet.

Mein Weg dahin: Seit 1993 fliegen mein Mann und ich regelmäßig nach Sri Lanka. Nach dem Tsunami haben wir 2005 den Verein „Aufbauhilfe Sri Lanka Ayubowan“ gegründet. Zweieinhalb Monate nach der Katastrophe haben wir viel Elend gesehen. Alles spielte sich in Zelten ab. Dann haben wir uns dort vor Ort mit dem Bürgermeister zusammengesetzt, um zu helfen. Inzwischen bin ich den Einheimischen noch einen Schritt näher gekommen, da ich ihre Sprache gelernt habe.

Das Problem: Bei der Aufbauhilfe haben wir bemerkt, dass in Sri Lanka wenige Menschen lesen und schreiben können. Deswegen wollten wir unbedingt etwas für die Bildung tun. Vor allem für Frauen, die systematisch klein gehalten werden. Zudem haben wir mitbekommen, dass die Krebsraten angestiegen sind, weil unheimlich viele Umweltgifte gespritzt werden. Mittlerweile liegt an den Straßen viel Plastikmüll herum, wo früher nur Kokosnüsse lagen.

Das tue ich dagegen: Wir haben zum Beispiel in sechs Wochen eine Schule gebaut. Durch die Arbeit konnten 15 Familien neun Wochen lang ernährt werden. Unser Verein ist mit 150 Patenkindern in Kontakt. Zu unseren eigenen beiden Familien gehört ein Mädchen, das inzwischen Ärztin ist. Außerdem betreiben wir Aufklärung in Sachen Gesundheit und unterstützen Frauen bei der Familienplanung. Im Moment sind wir mit einem Geophysiker im Gespräch, wie man aus Plastikflaschen Häuser bauen kann.