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Celle Stadt Celler "iRockband" als Inklusionsprojekt ausgezeichnet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler "iRockband" als Inklusionsprojekt ausgezeichnet
18:27 06.10.2017
Quelle: Michael Schäfer
Celle

Auch die Kreismusikschule Celle machte mit und stellte im Jahr 2014 das Projekt "iRockband" zusammen mit der Paul-Klee-Schule, dem Förderverein der Paul-Klee-Schule, der Pestalozzischule sowie der Celler Rockmusikinitiative auf die Beine gestellt. Finanziert wurde das außergewöhnliche Inklusionsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, nun lief das Förderprogramm aus. Zum Abschluss hat der Musikschulen-Verband 15 Projekte ausgezeichnet. Als Vorzeigeprojekt im Bereich Inklusion erhielt die Celler "iRockband" die Best-Practice-Auszeichnung in Silber. "Das ist schon etwas besonderes", freute sich Catrin Anne Wiechern, Leiterin der Celler Kreismusikschule.

Und auch die Bandmitglieder der Celler Pestalozzischule waren stolz, als sie kürzlich die Urkunde in ihrem Probenraum in Empfang nahmen. Einmal in der Woche kommen sie für anderthalb Stunden im Keller der Förderschule zusammen und machen Musik. Die Zehntklässlerin Jessica Lenz ist seit 2015 Sängerin der "iRockband". "Anfangs war ich echt schüchtern", erzählte die 15-Jährige. Mittlerweile steht sie selbstbewusst im Rampenlicht. "Es ist schön, dass man was präsentieren kann. Und zusammen klingt es auch viel schöner", sagte Jessica.

Bandkollegin Saina Marong hat in der "iRockband" gelernt, Keyboard zu spielen. "Ich habe Musik zu Hause gelebt", sagte die 14-Jährige. Durch die Band teilt sie diese Leidenschaft nun mit Gleichgesinnten. Und in den Proben wurde deutlich: Saina kann auch singen. "Es zeigen sich so viele Talente", schwärmte die Leiterin der Kreismusikschule.

Das Projekt "iRockband" bringt noch mehr in den Schülern hervor. "Die Band hat positive Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein", beschrieb Jeremia Herok, Lehrer der Pestalozzischule. Er betreut die Band zusammen mit seinem Kollegen Carsten Eitmann. Wiechern ergänzte: "Der Zusammenhalt ist super. Jeder übernimmt seinen Part, nur so kann eine Band funktionieren."

Das Ende des Förderprogramms bedauerten alle Beteiligten. Doch es gibt Hoffnung. "Das Ministerium hat signalisiert, dass es eine Wiederauflage geben könnte", zeigte sich Wiechern vorsichtig optimistisch. Bis es soweit ist, wird die Band an der Pestalozzischule auf eigene Faust weitermachen. Die Schule hat mit der Kreismusikschule einen Kooperationsvertrag geschlossen. "Es ist schön, dass es weiter geht", sagte Schulleiter Arne Eichler.

Von Amelie Thiemann