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Celle Stadt Celler leistet Hilfe in Jordanien
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler leistet Hilfe in Jordanien
10:35 31.08.2018
Von Gunther Meinrenken
Tobias Klose 2015 im Einsatz in Sierra Leone: "Mitten im Busch" reparierte der Celler Umwälzpumpen, welche für die Wasser- und Chlorlösungsversorgung in einem "Ebola Treatment Center" benötigt wurden. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Den Aufbau des Zivil- und Katastrophenschutzes nach dem Vorbild des deutschen Ehrenamtssystems plant das Königreich Jordanien. Und der Celler Tobias Klose mischt an vorderster Front mit. Morgen wird der frisch gebackene Ortsbeauftragte des Celler Technischen Hilfswerks (THW) für drei Wochen nach Jordanien aufbrechen. Zusammen mit neun THW-Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet wird Klose jordanische Ausbilder des zum Militär gehörenden Jordan Civil Defense (JCD) schulen.

Das Projekt, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird, steht noch am Anfang. Insgesamt sind bisher 36 jordanische Führungskräfte in Deutschland fortgebildet worden. Schwerpunktmäßig ging es um das deutsche Ehrenamtssystem und Unterrichtsmethoden bei der Ausbildung. Nun geht es in Jordanien praktischer zur Sache. Zwölf Führungskräfte werden das Gelernte in die Tat umsetzen und etwa 35 Freiwillige, darunter fast die Hälfte Frauen, ausbilden.

„Wir sind die Mentoren für die Ausbilder, werden Hilfestellung leisten, wenn sie selbst daran gehen, die Freiwilligen zu schulen. Auf dem Programm stehen Themen wie Arbeitssicherheit, Einsatzkommunikation, Brandschutz und Erste Hilfe. Außerdem zeigen die jordanischen Ausbilder den Freiwilligen, wie man mit Trennschleifer und Bohrhammer Metall und Gestein bearbeitet, um Verschüttete zu retten“, erklärt Klose, der direkt in der Hauptstadt Amman leben wird. Zum 30 Kilometer entfernten Ausbildungsort Zarqa werden die THWler jeden Tag gefahren.

Das Projekt in Jordanien ist der vierte Auslandseinsatz von Klose, der seit 35 Jahren in Celle lebt und bereits seit 17 Jahren im THW aktiv ist. „Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr als Sanitätssoldat, wollte ich gerne etwas Ehrenamtliches machen.“ Für den technisch versierten, gelernten Heizungsbauer lag da das THW nahe. Vor ein paar Jahren erwachte dann verstärkt das Interesse an Auslandseinsätzen. Der 42-Jährige wurde Mitglied der Sondereinheit SEEWA (Schnelle Einsatzeinheit Wasser Ausland), die in Katastrophenfällen in 6 bis 8 Stunden in Krisengebieten einsatzfähig ist und dort die Trinkwasserversorgung aufbaut. Außerdem ließ sich Klose in die Auslandsdatenbank der Hilfsorganisation aufnehmen.

Der Bedarf an flexiblen und versierten Einsatzkräften ist groß, daher ließen die ersten Aufträge nicht lange auf sich warten. Neben einer SEEWA-Übung in Rumänien war Klose 2015 bei der Ebola-Epidemie in Sierra Leone im Einsatz, hat dort Brunnen hochgezogen oder auch Röntgengeräte in Buschkrankenhäusern repariert. Zwei Jahre später folgte eine recht ungewöhnliche Aufgabe. In Kolumbien war Klose beteiligt, die nach der Entwaffnung der FARC-Rebellen eingesammelten über 5600 Waffen zu zerstören. „Da kam mir natürlich meine Bundeswehrzeit etwas zugute“, so Klose, der für die Celler Firma Nibe Systemtechnik GmbH arbeitet. Für das Jordanien-Projekt wird Klose freigestellt. „Mein Chef und meine Kollegen unterstützen mich über die Maßen hinaus. Das ist nicht selbstverständlich“, weiß Klose.

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