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Celle Stadt Celler mit überdurchschnittlichen Fehlzeiten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler mit überdurchschnittlichen Fehlzeiten
17:49 30.09.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

Beim Blick auf die vier ärztlichen Hauptdiagnosen für Arbeitsunfähigkeiten (AU) entsteht folgendes Bild: Psychische und Verhaltensstörungen gab es in und um Celle 12,1 Prozent mehr als im Bund, was insgesamt 3,7 AU-Tagen je erwerbstätigem Versicherten entsprach. Krankheiten des Atmungssystems wurden in Celle 7,1 Prozent weniger diagnostiziert, insgesamt 2,4 AU-Tage. Bei Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems lag Celle 7,0 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, insgesamt kamen 4,2 AU-Tage zusammen. Bei Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Umstände liegt Celle um 12,1 Prozent niedriger als im Bund, insgesamt 1,8 AU-Tage.

Bei Statistiken zu Arbeitsunfähigkeiten ist die Interpretation keinesfalls einfach. Viele Einflüsse sind zu bedenken. Das Alter spielt eine große Rolle. Wichtig erscheint der Hinweis, dass gesundheitliche Einschränkungen erst ab einer bestimmten Schwelle zu einer Arbeitsunfähigkeit mit Fernbleiben vom Arbeitsplatz führen. „Ein Arbeitnehmer kann beispielsweise durchaus schon lange unter leichteren Kopfschmerzen gelitten haben, ehe er sich wegen zunehmender Beschwerden krankschreiben lässt“, betont Bollmann. Aber auch das Klima am Arbeitsplatz dürfte Auswirkungen haben. Höhere Krankenstände können Folge eines schlechten Betriebsklimas oder allgemein hoher Belastungen am Arbeitsplatz sein: "Zählt man Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes als einen Aspekt des Betriebsklimas, kann ein negatives Betriebsklima jedoch auch zur Vermeidung von berechtigten Fehlzeiten führen."