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Celle Stadt Celler schreibt über eigene Familiengeschichte
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler schreibt über eigene Familiengeschichte
19:01 26.03.2018
Helmuth Reske hat sich intensiv mit der Heimat seines Vaters beschäftigt. Quelle: Christina Matthies
Celle Stadt

„Mein Vater ist erst 1922 nach Deutschland gekommen und hat 1925 schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt“, erklärt Reske. „Immer wieder hat er Anekdoten aus der alten Heimat erzählt – später bin ich dann neugierig geworden und habe meine Cousins und Cousinen gefragt, was deren Väter eigentlich über Kurland berichtet haben. 'Nichts', haben die geantwortet – das fand ich traurig und habe angefangen zu recherchieren.“

2012 begann der 83-Jährige mit den Arbeiten an seinem Roman: „Eine Mischung aus Realität und Fiktion“, sagt er. Denn unglücklicherweise habe er zu diesem Zeitpunkt keinen Vertreter der Elterngeneration mehr als Zeitzeugen befragen können – und musste bekannte Familienereignisse durch die umfangreiche Lektüre historischer Dokumente sowohl zu Wolhynien als auch zum Baltikum stützen. „Ich musste mich in eine Kindheit versetzen, die ich gar nicht kannte“, berichtet Reske von den Herausforderungen, denen er sich beim Schreiben gegenüber sah. „Gleichzeitig sollte sich das Buch aber auch nicht zu historisch lesen.“

Er sei schon immer schreibaffin gewesen, so der Pastor im Ruhestand. „Seit ich 14, 15 bin, führe ich Tagebuch, allerdings mit großen Unterbrechungen in spannenden Zeiten.“ Reske ist zudem Mitglied des Literaturkreises „Schreibweisen“. Dort habe er auch schon öfter eigene Texte vorgelesen, erzählt er. „Es ist gut, ehrliches Feedback zu bekommen.“ Vor allem einen Rat habe er sich zu Herzen genommen, verrät er noch und schmunzelt. „Ich solle nicht zu angestrengt versuchen, meine Verwandten so nachzustellen, wie sie in der Realität gewesen waren, hat man mir gesagt. Stattdessen sollten sie im Buch stimmig sein – ich hoffe, das ist mir gelungen.“

Ausgewählte Passagen aus seinem Familienroman „Fremde Heimat Kurland“ liest Helmuth Reske am Samstag, 7. April, um 15.30 Uhr im Gemeindehaus der Johannesgemeinde, Steindamm 14 in Wietzenbruch. Der Eintritt ist frei.

Von Christina Matthies

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