Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler unterstützen Markthändler
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler unterstützen Markthändler
18:09 26.08.2018
Stella-Marie Klingemann, Hannah Hartwig, Holger Strohschein, Claudia Klingemann, Maik Rieck und Rüdiger Korte (von links) haben 1300 Unterschriften von Cellern gesammelt, die dafür sind, dass der Wochenmarkt auch zur Weihnachtszeit auf der Stechbahn bleiben kann. Quelle: David Borghoff
Celle

Die Marktbeschicker der Celler Innenstadt wollen die Ausdehnung des Weihnachtsmarktes auf die komplette Stechbahn nicht einfach so hinnehmen. Anfang August hatte die Stadt den Standbetreibern verkündet, dass sie wegen des neuen Konzepts auf Markt, Schuhstraße und Brandplatz ausweichen müssten. Doch für Rüdiger Korte, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Celler Wochenmärkte, und seine Kollegen ist das Thema damit noch nicht erledigt. Und sie haben durchaus Rückhalt in der Bevölkerung. "Wir haben 1300 Unterschriften von Bürgern gesammelt, die uns dabei unterstützen, dass der Wochenmarkt auch während des Weihnachtsmarktes auf der Stechbahn bleiben kann. Dafür, dass die Listen nur an zweieinhalb Markttagen und bei einem Gastronomen auslagen, ist das ein sehr gutes Ergebnis", findet Korte.

Eigentlich wollten die Marktbeschicker die Unterschriften am vergangenen Samstag an Oberbürgermeister Jörg Nigge übergeben. Doch der war verhindert. Korte behauptete, ihm sei aus dem Neuen Rathaus gesagt worden, dass sich der Oberbürgermeister nicht an den Pranger stellen lassen wolle. Das offizielle Statement von Nigges persönlichem Referenten, Heiko Richter, lautete am Freitag anders: "Herr Nigge befindet sich morgen ganztägig in Terminen, unter anderem Rudern gegen Krebs. Herrn Korte wurde angeboten, die Unterschriften im Rathaus zu übergeben. Gleichzeitig wurde ihm und dem Marktverein ein persönliches Gespräch angeboten."

Mangels Oberbürgermeister übergab Korte die Unterschriften ins Leere und zeigte sich enttäuscht, dass die Marktbeschicker bisher eben nicht persönlich mit Nigge hätten reden dürfen. "Ich bin sicher, dass man zusammen eine Lösung finden könnte. Für die vergangenen zwei Jahre haben wir auch einen wirklichen Kompromiss verhandelt, bei dem beide Seiten nachgeben mussten." Jetzt hieße es nur, dass "die Stadt auch mal etwas ausprobieren müsse. Unsere Argumente und unsere Sorgen wegen Umsatzeinbußen, die uns bei Verschiebung der Marktstände drohen, werden ignoriert", kritisiert Korte.

Aus Gesprächen wisse er, dass auch die Geschäftsleute der Schuhstraße nicht glücklich über die Regelung seien. "Außerdem habe ich versucht, Beschicker vom Weihnachtsmarkt auf dem Großen Plan mit ins Boot zu bekommen. Die gehören auch zu den Leidtragenden, wenn gewachsene Strukturen durcheinandergebracht werden. Doch dort ist man sehr vorsichtig. Die Leute sind abhängig, es besteht die Befürchtung, keine Zusage zu bekommen, wenn man nun das neue Konzept kritisiert", so Korte. An diesem hat Korte selbst einiges auszusetzen. "Mit fehlt als neuer Ansatz die ökologische Ausrichtung. Der Stadt geht es nur um größer, heller, schneller. Ob das heutzutage noch das Ziel sein kann?"

Von Gunther Meinrenken

Galloway-Bulle Bernd ist nach mehr als einem Monat in Freiheit auf seine heimatliche Weide im Garßener Schweinebruch zurückgekehrt. Westernreiter haben das Tier eingefangen.

Gunther Meinrenken 25.08.2018

Auf dem Spinnhüttengelände tüfteln Arbeitssuchende an ihrer Zukunft. Bei der TAS kann man sich unter anderem zum Schweißer und zum Maler weiterbilden.

Dagny Siebke 25.08.2018

Das Celler Schlosstheater geht schon wieder neue Wege: Die Verantwortlichen wollen durch das Projekt "Enter" möglichst viele Schüler zu Theaterbesuchen motivieren.

24.08.2018