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Celle Stadt Celler vom Sturm überrascht: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler vom Sturm überrascht: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz
10:33 08.02.2014
Einsatzkräfte im Dauereinsatz: Bei dem Sturm gestern mussten Polizei und Feuerwehr vor allem zu Verkehrsunfällen und umgestürzten Bäumen ausrücken. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern in der Stunde ist das Orkantief "Quamaira" am Freitag über Niedersachsen hinweggefegt. Auch der Celler Landkreis war am Abend betroffen – vor allem im Nordkreis hatte die Feuerwehr mit entwurzelten Bäumen viel Arbeit. Zudem war die B3 rund viereinhalb Stunden voll gesperrt, nachdem der leere Anhänger eines Lkw aufgrund der Windböen gegen 17 Uhr umgestürzt war. Ebenfalls wegen des Windes überschlug sich ein Auto mit Anhänger bei Wolthausen. Verletzt wurde niemand.

Die Ausmaße des Sturms überraschte die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr: "Es war doch mehr Wind als erwartet", sagte Bergens Stadtbrandmeister Michael Sander. Im Gegensatz zum Sturmtief "Xaver" im vergangenen Dezember kam "Quamaira" ohne tagelange Warnungen im Voraus unvermittelt.

Der Zeitverlust für Autofahrer auf der B3 war hoch: Die Bergungsarbeiten des Lkw-Anhängers verzögerten sich, weil der Anhänger durch eine Windböe nochmals umgekippte, nachdem er mit Hilfe eines anderen Lkw wieder aufgestellt wurde. Die Helfer vor Ort konnten sich gerade noch vor dem tonnenschweren Hänger retten. Schließlich sorgte ein herbeigerufener Spezial-Pannendienst für Sicherheit. Die Kreisstraße 69 zwischen Bergen und Hasselhorst war innerorts auch voll gesperrt, eine 4,50 Meter große Eiche lag auf der Fahrbahn.

Doch nicht nur im Nordkreis stürmte es: In Adelheidsdorf auf der alten B3 beim Gasthaus Müggenburg rutschte ein Auto in einen umgestürzten Baum. In Großmoor entwurzelte der Sturm auf einem Privatgelände gleich mehrere Tannen. Eine von ihnen stürzte sogar auf den Giebel eines Zweifamilienhauses. Mit Hilfe eines Teleskopladers entfernte die Feuerwehr die Tanne vom Haus. Der Sachschaden war laut dem Pressewart der Kreisfeuerwehr, Olaf Rebmann, allerdings gering.

Im Stadtgebiet ging es vergleichsweise ruhig zu: Neben umgestürzten Bäumen in der Rudolf-Virchow-Straße drohten im Kreise Dachziegel von einem Gebäude zu stürzen. Bei der Sparkasse an der Bahnhofsstraße entfernte die Feuerwehr ein zirka 24 Quadratmeter großes Werbeplakat, das sich aufgrund der Böen gelöst hatten. "Es hätte auf die Straße fallen und die Sicht der Autofahrer blockieren können", sagte Stadt-Feuerwehrsprecher Florian Persuhn.

Von Andre Batistic