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Celle Stadt Cellerin verröffentlicht Familien-Erinnerungen an Flucht und Vertreibung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Cellerin verröffentlicht Familien-Erinnerungen an Flucht und Vertreibung
16:15 07.02.2018
Gundula von Gizycki-Jakob hat einen Teil ihrer Familiengeschichte veröffentlicht. Quelle: Christina Matthies
Celle Stadt

Sie habe schon als Kind gerne Geschichten geschrieben, erzählt von Gizycki-Jakob. „Überhaupt haben mich Bücher schon immer begleitet. Lesen war und ist mein größtes Hobby – bereits als kleines Mädchen habe ich Bücher regelrecht verschlungen.“ Die 75-Jährige ist in Celle geboren und aufgewachsen, die Erinnerung an die Flucht aus Pommern, die sie in ihrem Buch so eindringlich beschreibt, nicht ihre eigene. „Es sind die Aufzeichnungen meiner Schwiegermutter, die ich persönlich nicht mehr kennenlernen durfte“, erklärt sie. „Nachdem ich sie gefunden hatte, dachte ich mir: 'Das muss doch irgendwie erhalten bleiben'.“

Also fasst von Gizycki-Jakob die Erinnerungen ihrer verstorbenen Schwiegermutter in eigene Worte – und schickt das Manuskript im August 2013 zunächst an den R.G. Fischer Verlag, von dem sie in einer Zeitung gelesen hat, dass dieser gerade nach neuen Autoren suche. Die Cellerin greift nach einem Brief, der neben ihrer Teetasse liegt. „Das ist das Antwortschreiben“, berichtet sie. „Darin stand, dass der Verlag mein Buch aufgrund eines positiven Lektoratsgutachtens gerne ins Programm aufnehmen würde – allerdings nur, wenn ich mich mit einem Kostenzuschuss daran beteilige.“

Sie verstehe ja, dass so ein Verlag kein Risiko eingehen wolle, sagt von Gizycki-Jakob. Aber mit ein paar Tausendern in Vorleistung zu gehen, das sei ihr dann doch zuviel gewesen. „Außerdem hat mir auch die Anerkennung genügt – ich habe mich gefreut, dass mein Buch so positiv bewertet wurde.“ Der „100-Zloty-Schein“ verschwindet wieder in der Schublade – und würde dort wohl noch heute sein Dasein fristen, wenn nicht von Gizycki-Jakobs Tochter der Mutter zum 75. Geburtstag die Veröffentlichung des Manuskripts bei Books on Demand zum Geschenk gemacht hätte.

Sie sei völlig überrascht gewesen, freut sich die Cellerin noch heute, und gibt zu, dass sie eingangs gar nicht richtig begriffen habe, wie der „Druck auf Bestellung“ eigentlich genau funktioniere. „Ich bin dann zu einer Buchhandlung in der Innenstadt gegangen, und habe gefragt, ob ich das Buch 'Der 100-Zloty-Schein' bestellen kann“, verrät sie und lacht. Na klar, habe man dort nach einem Blick in den Computer zu ihr gesagt, morgen sei der Band abholbereit. „'Auf welchen Namen geht die Bestellung denn?' hat die Buchhändlerin gefragt“, erinnert sich die Autorin schmunzelnd. „'Von Gizycki-Jakob', habe ich gesagt, 'ich wollte einfach mal sehen, ob ich das Buch auch wirklich bestellen kann.'“

Wieviel Exemplare die 75-Jährige inzwischen verkauft hat, weiß sie selber allerdings nicht. „Da hab ich mich noch gar nicht drum gekümmert“, erklärt sie, „das macht alles meine Tochter. Ich habe das Buch ja auch nicht geschrieben, um reich zu werden, sondern in erster Linie wegen der Anerkennung.“ Ob in Zukunft weitere Werke der Cellerin bei Books on Demand erscheinen werden, wollte von Gizycki-Jakob noch nicht verraten. „Kann sein“, sagt sie nur und lächelt verschmitzt.

Von Christina Matthies

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